LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Schul-„Rentrée“ in der Hauptstadt

Nach zwei Monaten Sommerpause machten sich gestern die Grundschüler des Großherzogtums wieder auf den Schulweg. So auch in Luxemburg-Stadt, wo sich rund 5.000 Grundschüler (4.967, um genau zu sein) in den 19 Schulgebäuden der Stadt zum ersten Tag des Schuljahres 2016/2017 einfanden.

Rund 5.000 Grundschüler in 19 Schulen

1.692 Grundschüler sind im Zyklus eins („Précoce“ und Spielschule, Altersgruppe drei bis fünf Jahre) eingeschrieben, 3.275 in den Zyklen zwei bis vier (ehemals erstes bis sechstes Schuljahr, Altersgruppe sechs bis zwölf Jahre). Die Schüler sind in 350 Klassen eingeteilt und werden von 644 Lehrerinnen und Lehrer unterrichtet.

Für die Kinder der Grundschule Gare (20, rue du Commerce) war gestern eine besondere „Rentrée“, hatte sich doch Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer in ihrer Schule eingefunden. Polfer interessierte sich besonders für die Integration der ausländischen und der Flüchtlingskinder. Da man mit Ausgrenzung und Ausschluss wenig in Sachen Integration erreicht, besuchen diese Kinder die normalen Schulklassen und erhalten Stützkurse in deutscher oder französischer Sprache. Dies ist den Verantwortlichen der Schule besonders wichtig, denn nur so wird den Kindern die Möglichkeit geboten, voneinander zu lernen.

In der Grundschule Gare werden derzeit 240 Kinder unterrichtet. 99 Prozent der Schüler sind nichtluxemburgische und ein Prozent der Schüler sind luxemburgische Staatsbürger.

Und so bot sich der Stadtbürgermeisterin gestern Vormittag ein recht lebendiges Bild in der Schule in einem multikulturellen Stadtviertel, in dem Nichtluxemburger und Luxemburger trotz einiger Zwistigkeiten recht gut zusammenleben.