LUXEMBURG
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Geheimnis gelüftet: So sieht das neue Transportmittel für die Stadt Luxemburg aus

Es ist eine wichtige Etappe im Projekt Tram: Luxtram hat den spanischen Fabrikanten CAF (Construcciones y auxiliar de ferrocarriles) mit der Herstellung der Fahrzeuge der künftigen Straßenbahn betraut. Anlässlich einer Pressekonferenz, die gestern im Ministerium für Nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen stattgefunden hat, haben der zuständige Minister François Bausch, Bürgermeisterin Lydie Polfer und Schöffin Sam Tanson (Stadt Luxemburg) und die Verantwortlichen von Luxtram S.A. das Design der Fahrzeuge für die Luxemburger Tram sowie das neue Corporate Design von Luxtram präsentiert.

Das Design der Tram für Luxemburg wird farbenfroh

„Im Rahmen eines europaweiten öffentlichen Ausschreibungsverfahrens hat Luxtram am 18. Mai 2015 den Fabrikanten der Tramfahrzeuge, den spanischen Hersteller CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles), ausgewählt“, führte Bausch in die Präsentation ein.

Sieben Unternehmen hatten sich die Ausschreibungsunterlagen abgeholt, „und schlussendlich haben sich drei mit Vorschlägen gemeldet“, so Bausch, „und bestes finanzielles und technisches Angebot lieferte CAF ab.“

Dieser Auftrag umfasst die Lieferung von 21 Fahrzeugen mit hoher Kapazität, die bis zu 450 Personen befördern können, sowie mehrere bedingte Tranchen. Die bestellten Züge können um zehn Meter erweitert werden, sagte René Biwer, Präsident von Luxtram. „Kostenpunkt: 83 Millionen Euro“, wie Bausch präzisierte.

Die Bahnen des Herstellers CAF sind in zahlreichen europäischen Städten im Einsatz, wie beispielsweise „Stockholm, Birmingham, Nantes, Besançon und Saragossa“, sagte Bausch. CAF wurde ebenso mit der Umsetzung der geplanten Straßenbahnnetze von Sydney in Australien und Boston in den USA beauftragt, „daran sieht man, dass die Tram weltweit eine Wiedergeburt erlebt.“

„Das ausgewählte Modell gehört zur Tram-Familie
URBOSTM mit einem speziell konzipierten Design“, sagte Antoni Campo von CAF stolz in Bezug auf das Projekt „in dieser europäischen Metropole“, ein Projekt, das sich optisch harmonisch ins Stadtbild einfügen und zugleich die historische und zeitgenössische Architektur der Stadt Luxemburg bewahren werde.

Das Design geht aus der engen Zusammenarbeit zwischen CAF, ihrem Designer Eric Rhinn und der beiden Künstler Michel Léonardi, Farbspezialist, und Isabelle Corten, Lichtdesignerin, hervor. „Und die Auswahl, so finden wir, passt sich sehr gut an die Hauptstadt an“, so Bausch mit Blick auf das präsentierte Design.

Polfer stellte das Projekt als „Spiegelbild der farbenfrohen Stadt Luxemburg“ dar, „Bahnen, die in der Innenstadt, dank neuester Technologien der Energiespeicherung, die Pont Rouge und den Hauptbahnhof ohne Oberleitung miteinander verbinden werden.“

Neues Corporate Design von Luxtram S.A.

Im Oktober 2014 ist Luxtram eine Aktiengesellschaft (Société Anonyme - S.A.) geworden, die mit der Weiterführung der Studien und dem Bau der Tram in Luxemburg betraut ist. Um diese Weiterentwicklung widerzuspiegeln, hat Luxtram auch ein neues Corporate Design angenommen, mit einem aus mehreren „Pins“ bestehenden Logo, erstellt von der Agentur Mikado, angeordnet in Form einer Blume, wobei sich dieses Logo selbstverständlich auch auf der Tram und der Uniform der Tramführer widerspiegeln wird.

Voll im Timing

Im September 2017 soll nach Aussage von Biwer die erste Tram fahren, „die Arbeiten werden Ende des Jahres ausgeschrieben.“ Im September 2015 sollen die Arbeiten auf der „Roten Brücke“ beginnen, „wir liegen absolut im Timing“, sagte Bausch dazu. Was die Haltestationen betrifft, so sollen diese farblich ganz dem „Luxemburger Fels“ angepasst werden, verriet Polfer.

Ende 2015, so hofft Bausch, sollen die weiteren Weichen für die Tram-Erweiterung auf dem gesetzlichen Weg gestellt sein, „sodass ich dann sofort das entsprechende Gesetz vorlegen werde, auch hier liegen wir im Timing“, so der Minister abschließend.


Alle weiteren Infos gibt es

unter www.luxtram.lu