Kunst in der City: „Urban Sketching Weekend“ in der Hauptstadt

John Minett sitzt inmitten des samstäglichen Markttreibens auf einer der Bänke auf dem „Knuedler“. Doch die Hektik um ihn herum scheint den älteren Herrn mit dem schneeweißen Haar kalt zu lassen.

Angestrengt blickt er in die Ferne, wo die Türme der Kathedrale in die Höhe ragen und bildet sie mit feinen Strichen in seinem Zeichenbuch ab. Der pensionierte Architekt aus Oxford, der bereits viele Jahre in der Nähe von Köln wohnt und das erste Mal in Luxemburg ist - „sehr schön, sehr charmant“ - ist einer der Teilnehmer am „Urban Sketching Weekend“.

Am Samstagmorgen trafen sich bereits einige der Zeichner im „Casino“, wo ihnen eine Karte mit Sehenswürdigkeiten und den besten Aussichtspunkten sowie ein Button ausgehändigt wurden.

Freiluftausstellung auf „Knuedler“

Viele kennen sich, hegen sie doch eine gemeinsame Leidenschaft und das „Urban Sketching Weekend“ hat auch eine ganz wichtige gesellige Komponente. Andere, wie John, haben über Freunde von der Veranstaltung erfahren und sich auf den Weg in die luxemburgische Kapitale gemacht, deren Altstadt bekanntlich UNESCO-Weltkulturerbe ist und auch sonst von lauschigen Plätzen wimmelt.

„Urban Sketchers“ ist eine 2007 von einem Journalisten aus Seattle gegründete und mittlerweile globale Gemeinschaft mit dem Ziel, den künstlerischen, erzählerischen und erzieherischen Wert des Zeichnens vor Ort zu fördern.

Ausstellung bis Ende des Jahres auf „Knuedler“

Die Vereinigung hat seit mehreren Jahren auch ein luxemburgisches Kapitel, das übrigens jeden ersten Sonntag im Monat Zeichentreffen an einem anderen Ort veranstaltet. Welche Kunstwerke dabei entstehen, kann man noch bis Ende des Jahres auf „Knuedler“ betrachten. Dort sind die Werke der „Urban Sketchers“ auf Tafeln zu bestaunen. Prädikat: Absolut sehenswert.


Mehr zu „Urban Sketchers“: usk-luxembourg.blogspot.com