LUXEMBURG
INGO ZWANK

Französische Polizisten patroullieren mit ihren luxemburgischen Kollegen

Es ist das größte Volksfest im Großherzogtum, sogar der gesamten Großregion. Rund zwei Millionen Besucher werden zur „Schueberfouer“ erwartet. Damit die Sicherheit bei einem der größten Volksfeste in Europa gewährleistet ist, setzt die Polizei auf eine verstärkte Präsenz vor Ort.

Dienstlicher Besuch aus der Großregion

Die luxemburgischen Polizeibeamten erhalten dabei ab und an Unterstützung von ihren deutschen, belgischen und französischen Kollegen. Sicherheit lässt sich nicht mehr allein innerhalb der Landesgrenzen gewährleisten. Der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit kommt eine hohe Bedeutung zu. 1985 schlossen Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande das Schengener Abkommen.

Dieses sah die Abschaffung der Grenzkontrollen zwischen den Mitgliedstaaten vor. 2005 dann der nächste Schritt: Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, die Niederlande, Luxemburg und Österreich unterzeichneten am 27. Mai den Prümer Vertrag in Prüm/Eifel mit dem Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere zur Bekämpfung des Terrorismus, der grenzüberschreitenden Kriminalität und der illegalen Migration, zu verbessern.

Der Vertrag regelt den Austausch von DNA-Daten, Fingerabdruckdaten und Daten aus Kraftfahrzeugregistern, was eine enorme Zeitersparnis und einen erheblichen Effizienzgewinn für die Strafverfolgungsbehörden bedeutet. Daneben regelt der Vertrag den Informationsaustausch über terroristische Gefährder und Hooligans und sieht verschiedene Formen der operativen polizeilichen Zusammenarbeit, wie etwa gemeinsame Streifen und polizeiliche Hilfeleistung bei Unglücksfällen und Großereignissen, vor.