Huch. Der „T“-Leitartikler lebte in seiner Jugend arg gefährlich: „Als Kinder saßen wir in Papas Auto, vorn oder hinten war egal. Niemand sprach von Sicherheitsgurten oder Airbags. Wir malten mit Farbe voller Blei und Cadmium. Die Putzmittelbehälter ließen sich einfach öffnen, so auch die Flasche Hustensaft aus der Apotheke. Auf das Rad konnten wir uns ohne Helm trauen. Wir blieben den ganzen Tag von zu Hause weg und niemand wusste, wo wir waren“.
Damals gab es noch Kekse und Zuckerbomben-Brause zum Frühstück und zentimeterdick Schokocreme auf die Stulle. Ach, da hatte man noch Muße für, musste man doch nicht dauernd simsen, mailen, tweeten, googeln, facebooken und solches Zeug, „es wurde nicht anonym gemeckert oder gestritten, man wusste wessen Worte oder Fäuste es waren“. Seufz. Auch wir wurden da leicht nostalgisch, aber wir sind nun mal digital heute. Und morgen wahrscheinlich noch totaler digital.
Aber hoffentlich kommt es nicht so weit, wie bereits in den 1970ern ein Nostradamus namens Lucas voraussah, dessen Haupt-Kinoepos gestern international gefeiert wurde. Denn an dem Tag, an dem wir unsere Schoko-Stullen mit dem Laser-Kneipchen in einer weit, weit entfernten Galaxie schmieren müssen, ist die Menschheit definitiv dem Untergang geweiht.



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