LUXEMGURG
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Neues Fahrplanauskunfts-Tool mit Verkehrsinformationen in Echtzeit - und mehr

Als „Qualitätssprung“ bezeichnete Mobilitätsminister François Bausch gestern Nachmittag die neue Fahrplanauskunft, die ein „Symbol für multimodales Denken“ sei. Mit dem neuen Tool, das vor einem mit Journalisten und Mobilitätspartnern gut gefüllten Saal in einem Kino in Kirchberg vorgestellt wurde, können Benutzer in der Tat nun nicht mehr nur Bus, Bahn, Straßenbahn, Auto, Fahrrad und Fußweg kombinieren, sondern jetzt neben dem öffentlichen Transport auch die Situation des Live-Verkehrs in Echtzeit ablesen.

Die ideale Mobilitätskette

Durch die Integration aller Verkehrsträger, einschließlich der Elektromobilität, dem Angebot der Park-and-Ride-Anlagen sowie Selbstbedienungsfahrrädern, kann der Benutzer seine eigene Mobilitätskette, seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend, erstellen und das auf Französisch, Deutsch und Englisch.

Bausch sprach sogar von einem „europaweit revolutionären Suchwerkzeug“. „Es passt perfekt zu unserer Mobilitätsstrategie, die auf eine deutliche Verbesserung des öffentlichen Transports abzielt, um die Menschen zu motivieren, ihre eigene Mobilitätskette zu gestalten“, meinte er.

Das Tool, das von rund 3.000 Usern während sechs Monaten getestet wurde, ist eine Weiterentwicklung des seit 2006 laufenden „mLive“-Projekts, aus dem etwa die App mobilitéit.lu geboren wurde, auf der Infos über Abfahrt- und Ankunftszeiten des öffentlichen Transports zusammen gebracht werden und dem Reisenden die ideale zeitsparende Strecke angeboten wird. Dieses Tool wurde nach Auskunft des „Verkéiersverbond“ mittlerweile schon 200.000 Mal herunter geladen.

So viele Partner wie möglich

Mit der neuen Anwendung geht der „Verkéiersverbond“ nun einen deutlichen Schritt weiter. Um das Potenzial der Anwendung zu maximieren, arbeitet der Verkéiersverbond eng mit seinen Partnern wie dem Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten, der Straßenbauverwaltung, dem Katasteramt, dem Informations- und Pressedienst der Regierung, der Stadt Luxemburg, der Stadt Esch, dem Automobilclub sowie den Drittanbietern von Mobilitätsdiensten (Chargy, CoPilote, vel’OH, Vël’OK) zusammen.

Neue Partner - entweder aus Luxemburg oder aus der Großregion - wie etwa Carsharing-Initiativen oder Taxiunternehmen könnten jederzeit eingebunden werden, sagte Minister Bausch, dessen Ziel es ist, die digitalen Möglichkeiten so intensiv wie möglich auszuschöpfen, um die Mobilität insgesamt zu verbessern.

www.mobiliteit.lu

Fotos: Editpress/Didier Sylvestre - Lëtzebuerger Journal
Fotos: Editpress/Didier Sylvestre
DIE NEUEN FUNKTIONEN

Auch Karten und Topografie

Die neuen Funktionen beinhalten folgende Serviceleistungen:

• Integration von Strecken, die zu Fuß, mit dem Rad oder dem Privatwagen zurückgelegt werden
• Integration und Echtzeitinformationen zu Drittanbieterdiensten (SB-Fahrräder, Ladeterminals für Elektroautos)
• Integration und Echtzeitinformationen zur Verfügbarkeit von Plätzen auf bestimmten Park-and-Ride-Anlagen
• Berücksichtigung dieser Informationen sowie der Verkehrssituation in Echtzeit auf den vorgeschlagenen Routen
• Die Möglichkeit, verschiedene Verkehrsträger zu kombinieren, um personalisierte Mobilitätsketten zu gestalten
• Die Möglichkeit, ein Benutzerkonto zu erstellen und individuelle Einstellungen zu speichern
• Visualisierung der Ergebnisse in vier Registerkarten: Mein Mix, öffentlicher Transport, aktive Mobilität und alternative Mobilität
• Navigationsmodus und Hilfestellung zu jedem Zeitpunkt der Reise
• Informationen zur Topografie des Gebiets für Radstrecken
• Visualisierung des ökologischen Grades der gewählten Route