PASCAL STEINWACHS

Gerade erst zum potenziellen neuen Europachef gekürt, und schon wird der konservative Spitzenkandidat von Teilen der internationalen Pressereptilien durch den Kakao gezogen. Von der sozialistischen Tageszeitung „Neues Deutschland“ als „Bonvivant und letzter Kommunist“ bezeichnet, ärgern sich die „Deutsche Wirtschafts Nachrichten“, dass Juncker, der die Luxemburger Finanzindustrie „fast im Alleingang“ aufgebaut haben soll, seinem Heimatland ein Rekorddefizit hinterlassen hat. So richtig frech ist dann aber die Hollandzeitung „De Volkskrant“, die unter der vielversprechenden Überschrift „Dinosaurussen“ zur Feststellung kommt, dass bei der Europawahl mit Juncker, Schulz und Verhofstadt „nur langweilige Kandidaten“ zum Einsatz kommen. „Warum werden uns drei Dinosaurier präsentiert? Denkt man wirklich, dass wir dank dieser alles andere als spannenden, erneuernden und widerspenstigen Kandidaten zum Wahllokal rennen werden?“, so „De Volkskrant“.

Da loben wir uns doch die neue Regierung, denn im Vergleich zu eben erwähnten „Dinosaurussen“ besteht diese nahezu ausschließlich aus frisch geschlüpften Küken. In Südostasien gelten die Küken-Embryos übrigens als absolute Delikatesse...