In der Erzbistumszeitung wähnt sich eine Autorin im falschen Film. „Don Camillo und Peppone“ betitelte sie gestern einen Beitrag über den Streit zwischen Kirchenchef, Kirchenfabriken und Kirchenfabrikenoberaufsicht Innenministerium. Unklar nur, wer nun Don Camillo und wer nun Peppone ist, zumal keiner der Beteiligten dem legendären Fernandel oder dem von Gino Cervi gespielten kommunistischen Bürgermeister gleicht. Obwohl: Wie aus dem „Quotidien“-Interview mit einem pensionierten Gewerkschaftslokführer zu erfahren ist, soll Dan Kersch „l’aile la plus à gauche du parti“ LSAP vertreten, käme also von der Gesinnung her Peppone am nächsten. Na, hoffentlich bleiben sie friedlich. Zur Erinnerung: Der bislang letzte Don Camillo-Streifen (diesmal mit Terence Hill) trug den brutalen Titel: „Keiner haut wie Don Camillo“... Autsch. Reichlich davon hatten dieser Tage nicht nur die Profipedalierer beim härtesten Radrennen der Welt - dabei war unser Bob richtig topp - sondern auch die begleitenden Journalisten. Die „t“-Tourexperten meckern in ihrer Bilanz: „Zwischendurch, auf der Strecke, musste man auch mal irgendwo hin, wo selbst der Papst oder der Großherzog hin müssen, und da wird man in Frankreich nicht gerade mit einladenden Orten verwöhnt“. Wetten, dass nächstes Jahr das Klo-Ranking kommt? Aber bitte kein „Selfie“.
Don Camillo
journal.lu - 27.07.2015

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