ESCH/ALZETTE
SVEN WOHL

Die Stadt Esch öffnet sich kulturell nach der Corona-Krise mit Blick auf „Esch2022“

Die Pandemie hat große Teile des kulturellen Lebens zum Erliegen gebracht. Das stimmt auch für die Stadt Esch, welche sich auf das anstehende „Esch 2022“ vorbereiten möchte. Nicht nur erwachten nun die Institutionen, wie beispielsweise die Öffentliche Bibliothek Eschs oder auch das Escher Theater, wieder zu neuem Leben. Es werden nun auch weitere Infrastrukturen genutzt, um den Besuchern ein breites Programm bieten zu können.

Facettenreiche Programmeund Gebäude

So stellte man gestern auf der Pressekonferenz drei dieser Gebäude vor, welche für Esch2022 als Orte der Kultur dienen sollen. Das „Espace Lavandier“ soll zu einem „Centre d’art contemporain“ werden und diese in all ihren Facetten zeigen. Fünf bis sechs Ausstellungen sollen hier im Jahr zu sehen sein. Sowohl Monographien als auch thematische Ausstellungen sollen hier Platz finden. Für „Esch2022“ werden diese selbstverständlich in das Programm des Kulturjahres integriert. Eröffnen soll dieses Gebäude bereits im kommenden Jahr. Für Anfang 2022 sollen dann die Residenzen des „Bridderhaus“ eröffnen. Hier sollen Kreativität und Forschung im Mittelpunkt stehen. Die internationalen künstlerischen Kreationen soll hier Platz gegeben werden, auch mit Blick auf die Großregion. Nach „Esch2022“ sollen hier weiterhin Räumlichkeiten zur kreativen Umsetzung geboten werden.

Reichlich Platz für Kreatives

Ein wichtiges Element stellt auch das „Batiment IV“ dar, das von ArcelorMittal zur Verfügung gestellt wird. Es bietet ganze 3.000 Quadratmeter innen Platz und soll als „Tiers-lieu“ dienen. Das ehemalige administrative Gebäude soll für drei Jahre ab Ende dieses Jahrs genutzt werden können. Außen stehen noch einmal ungefähr 5.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Anstatt strikt in das Programm von Esch 2022 eingebunden zu werden, wird hier auf Experimentierfreudigkeit gesetzt. Es soll sich um ein Labor für eine offene und solidarische Gesellschaft handeln. Damit dient es auch als ein Übergangsglied für das neu entstehende Viertel Esch-Schifflingen. Indes soll unter anderem das Festival „Queer little Lies“ dort stattfinden können.

„Im ’Bâtiment IV‘ können verschiedene Akteure zusammenfinden und Ideen austauschen“, erklärte Françoise Poos, Direktorin des kulturellen Programms für „Esch2022“.

Ebenfalls vorgestellt wurde die Vereinigung „frEsch“, welche kulturelle Projekte mitgestalten und verwalten soll. Vor allem soll „frEsch“ die Kulturstrategie Esch mit dem Titel „Connexions“ mit umsetzen. Langfristig ginge es auch darum, das Erbe von „Esch2022“ zu erhalten, seine Effekte zu verstärken.