STRASSEN
NICO PLEIMLING

Das „Centre de Logopédie“ hilft Kindern mit Hör- und Sprachschwierigkeiten seit 1968

Aufbruchsstimmung herrscht momentan noch nicht im Logopädiezentrum in Strassen. Es wird mindestens noch ein Schuljahr vergehen, bis man aus dem aktuellen Gebäude in die sich unweit noch im Bau befindlichen Räumlichkeiten einziehen wird.

1880 gab es in Luxemburg schon eine erste Taubstummenanstalt, eine erste Sprachenklasse gab es 1938. Das aktuelle „Centre de Logopédie“, welches im Gesetz vom 16. August 1968 verankert ist, ist eine öffentliche Schule mit den Schwerpunkten Sprechen und Hören, wie der Direktor Georges Hermes erklärt: „Unsere Schule untersteht dem Bildungsministerium. Ab dem schulpflichtigen Alter von vier Jahren können Kinder mit dem Förderschwerpunkt Hören ab ihrer Anmeldung betreut werden, für Kinder mit dem Förderschwerpunkt Hören gilt dies ab dem Kleinkindalter. Dies ist entweder in der Ganztagsschule in Strassen oder in einer der 20 regionalen Sprachheilambulanzen möglich.“

Dank systematischer Tests können schon sehr früh eventuelle Probleme bei den Kindern erkannt werden. In das Diagnostikzentrum ist auch der psychologische Dienst des „Centre de Logopédie“ integriert, welcher die Entwicklung der Kinder weiterverfolgt. Zur sozialen Betreuung gehört unter anderem die Interaktion mit den Eltern. „Alleine durch Beratung können wir schon sehr viel erreichen. Uns ist es wichtig, das Kind optimal zu fördern, damit es so schnell wie möglich wieder seine normale Schule besuchen kann. Wir sind ein Angebot, aber kein Zwang“, betont Georges Hermes.

Die Schüler sind in die zwei Sektionen „L“ für Sprache und „A“ für Hören eingeteilt: „Für die Sektion ‚L‘ haben wir drei ‚Précoce‘-, fünf Kindergarten- und neun Grundschulklassen sowie vier regionale Kindegartengruppen in Ulflingen, Hosingen, Grevenmacher und Differdingen. Hinzu kommt noch eine weitere Klasse, die momentan in Zusammenarbeit mit dem Lycée Technique du Centre funktioniert. Die Sektion ‚A‘ zählt eine ‚Précoce‘-, zwei Kindergarten- und vier Grundschulklassen sowie jeweils eine 7e, 8e und 9e Klasse am technischen Gymnasium.“


www.logopedie.lu