LUXEMBURG
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Vier Dienstjubiläen: Ausstellung des Polizeimuseums in der Belle Etoile

Es sind vier gute Gründe, eine spezielle Ausstellung zu diesen Jubiläen ins Leben zu rufen: 222 Jahre Gendarmerie in Luxemburg, 90 Jahre „Police de la Route“, 40 Jahre Spezialeinheit, 40 Jahre Frauen bei der Polizei. Die Ausstellung mit dem Namen „D’Police vu fréier bis haut“ wurde vom Polizeimuseum auf die Beine gestellt und präsentiert Zeugnisse aus der Geschichte der Luxemburger Polizei - eben von früher bis in die Gegenwart. Uniformen, Motorräder, Polizeifahrzeuge aus vergangener Zeit… was nun im Shoppingcenter Belle Etoile bis zum kommenden Samstag zu sehen ist.

Türsturz des KommissariatsUlflingen wiedergefunden

In den vier Themenbereichen sind 20 Puppen in entsprechenden Uniformen aus der jeweiligen Zeit zu bewundern, es wurden unzählige Gegenstände aus den jeweiligen Epochen aus dem Polizeimuseum in über zehn Schaukästen ausgestellt. „Und eben Dienstfahrzeuge der unterschiedlichsten Art wie auch ein Dienstfahrrad“, erzählt Camille Diener vom Polizeimuseum.

Ferner werden Alltagsgegenstände, wie Handschellen und mehr, der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Themenbereich „222 Jahre Gendarmerie“ sind ferner alte Protokolle zu sehen, „ganz frisch wiedergefunden wurde aus der Zeit des Nationalsozialismus ein Türsturz des Kommissariats Ulflingen, der von der Familie eines Beamten, der im KZ umkam, versteckt wurde und jetzt wieder aufgetaucht ist.“ Flotte 50 Bilder aus dem Laufe der Zeit umrahmen die Ausstellung.

Hoffnung für Polizeimuseum

Was die offizielle Stätte des Polizeimuseums Verlorenkost anbelangt, so war zu erfahren, dass vor kurzem Kulturministerin Sam Tanson (déi gréng) dem Museum einen „gut zweistündigen Besuch abstattete“, wie Diener erzählt.

Gab es doch schon Diskussionen um das Polizeimuseum in Verlorenkost, dass man keine Besucher mehr hereinlassen dürfte, da das geschichtsträchtige Gebäude als baufällig eingestuft wurde. Für manch politisch Verantwortlichen war das Gebäude weder attraktiv noch funktionell, trotz zeitweise über 800 Besuchern im Jahr.

„Doch die Kulturministerin hat uns Hoffnung gemacht, dass das Gebäude entsprechend eingestuft werden kann und wir im Museum weiterhin unsere Ausstellung präsentieren können“, so Diener gegenüber unserer Zeitung.