PASCAL STEINWACHS

Nachdem das „Tageblatt“ vorgestern bereits mit einem tollen Artikel über wahnsinnige Wissenschaftler à la Pinky und Brain („Was machen wir heute Abend, Brain? Genau dasselbe wie jeden Abend, Pinky. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen“), Daniel Düsentrieb oder Dr. Mabuse auftrumpfen konnte, veröffentlichte es gestern die jüngste Episode seiner diplomatischen Seifenoper „ Kurdistan ist ganz schön wild“, und die ist wieder einmal mehr als gelungen. Eigentlich wollte der Jean Asselborn nach Kurdistan begleitende Reporter den Außenminister auf der Rückfahrt von Barzan nach Erbil interviewen, doch dann schaltet der Fahrer „das Gebläse der Klimaanlage ein“, so dass man „auf dem Rücksitz kaum noch sein eigenes Wort“ versteht, „geschweige denn, was Asselborn auf dem Beifahrersitz erzählt“.

Dabei hatte das Ganze so gut angefangen, als ein Bodyguard beim Einsteigen in den gepanzerten Jeep „in bester Protokoll-Manier die Hand über das Haupt des Außenministers“ gehalten hatte, „damit er sich den Kopf nicht stoßen soll“. Die asselborn’sche Reaktion ließ nicht auf sich warten: „’Also, das alles...’ Er lacht. Es stört ihn, wie ein Kleinkind behandelt zu werden.“ Unser Tipp: Beim nächsten Mal einfach Cabrio fahren...