CLAUDE KARGER

Das „Land“ schreibt in seiner dieswöchigen Ausgabe über allerlei „Féckmillchen“. Beim soziokulturellen Radio etwa, wo die verhärteten Fronten zwischen Direktion und Redaktion offensichtlich nicht abschmelzen. Oder bei den Karriereplänen des roten Noch-Vizepremiers, die durch einen „neuen verschärften Verhaltenskodex“ für Minister, der „fliegende Wechsel“ in die Wirtschaft für zwei Jahre auf Eis gelegt werden könnten. „Ziel ist es, den Drehtür-Effekt beziehungsweise die Pantouflage zu unterbinden“. „Während hinter seinem Rücken bereits ein Machtkampf um seine Nachfolge als Wirtschaftsminister geführt wird, den Land-Informationen zufolge Franz Fayot für sich entscheiden konnte, hat Schneider den genauen Zeitpunkt seines Abgangs sowie seine beruflichen Pläne noch nicht mitgeteilt“, erinnert das „Land“. Wenn das die Genossen nicht in eine neue Zwickmühle befördert? Also, der Aufstieg ihres stillen Vorsitzenden Franz Fayot in die Regierung und die Suche nach einem neuen Häuptling für die Sozialistenmenschen, der das Superwahljahr 2023 vorbereiten muss. Wohin seine nächste Karriereetappe den noch einige Tage amtierenden EU-Kommissionsboss führt, ist noch nicht gewusst. Allerdings wird er nach seiner Aneurysma-Operation „kommende Woche zurück im Büro erwartet“, wie es aus dem Büro heißt. Ein Buch über politische Zwickmühlen könnte er jedenfalls schreiben.