Drucker kennt eigentlich jeder - und drucken kann eigentlich auch jeder, wenn die Technik denn mitspielt, im Normalfall Din A4 oder auch mal bis zu Din A3. Doch wer druckt schon Bilder oder Plakate im Format Din A0 in einer Größe von 84,1 mal 118,9 Zentimeter? Wohl die wenigsten von uns, braucht man dafür doch auch einen etwas größeren Apparat: Einen so genannten LFP, einen Large-Format-Printer (Großformatdrucker). Die bislang größten Large Format Printsysteme besitzen hier Druckbreiten von etwa fünf Metern.
Haltbarkeit: 200 Jahre
Es wurde uns ein Einblick in den „Großformatdrucker-Showroom“ bei „Charles Kieffer Groupe“ in Leudelingen, dem Experten in der Großregion und darüber hinaus, gewährt, um uns diese LFP -hier die der Marke HP - einmal aus der Nähe anzusehen.
Mit solchen Großformatdruckern kann man hochwertige Fotos-, Proofs oder auch Fine-Art-Drucke printen, wie Claude Gandolfi, verantwortlich für den Bereich LFP bei CK, ausführt. Aber auch Plakate, Grafiken und Poster sind möglich, bei denen es häufig „um einen Kompromiss aus Qualität und Geschwindigkeit geht. Dies kann allerdings bis hin zum schnellen und exakten Druck für den CAD-, GIS- und Architekturbereich gehen“, erklärt der Experte, der seit Jahren in der Materie arbeitet.
Es gibt Supermarktketten hierzulande, die mit den ganz großen Maschinen ausgestattet werden, aber eben nicht jeder braucht dieses ganz große Format: „Architekten, die beispielsweise eine Hand voll Pläne drucken müssen, ist dieser Printer zu groß“, sagt Gandolfi. Und wieder eine andere Qualität muss bei Druckerzeugnissen „für Außenanwendung“ gegeben sein. Papier, Vinyl, Planen, Textilien, dies ist alles kein Problem mit den Produkten von HP. Die Widerstandsfähigkeit für zum Beispiel Foliendrucke für Fahrzeuge oder auch Planen liegt bei drei Jahren im Außenbereich“, wie Gandolfi versichert - bis zu 200 Jahre wird bei Innenanwendung ausgelobt. „Für solche Großformatdrucke kommen dann auch nicht normale, sondern ganz unterschiedliche Tintenarten zum Einsatz, je nach Verwendungszweck.“
Es kommt besonders auf die Tinte an
So genannte Dye-Tinten sind nicht besonders UV- und nicht wasserbeständig, eignen sich also relativ schlecht für Großformatdrucke, auch Gel-Farben, die in ihrer Zusammensetzung herkömmlichen wasserbasierten Farb- und Pigmenttinten ähneln, sind für die LFP eher ungeeignet.
Latex-Tinten hingegen eignen sich dagegen für Anwendungen im Innen- und Außenbereich. Die von HP entwickelte Technologie nutzt eine spezielle Art von wasserbasierten Tinten, die sich trotz eines geringen Lösungsmittelanteils nach Herstelleraussage problemlos auch in Räumlichkeiten ohne Abluftanlagen verarbeiten lässt und unlaminiert bis zu drei Jahre im Außenbereich haltbar sein soll.
Beim überwiegenden Teil der großformatigen Drucker handelt es sich um so genannte Inkjet-Systeme. Bei der HP PageWide Technologie sind beispielsweise über 200.000 Düsen in einer Druckeinheit über die gesamte Seitenbreite angeordnet. „Dies ebnet den Weg zu bislang nie erreichten Druckgeschwindigkeiten. Längere Wartungsintervalle sorgen zudem für nachhaltig mehr Produktivität“, wie es von Unternehmensseite heißt und was Gandolfi nur unterstreichen kann. Diese HP PageWide Technologie für den Großformatdruck, deren Einführung für die zweite Hälfte des Jahres 2015 geplant ist, basiere da auf der HP Thermal Inkjet-Technologie und pigmentierten HP Tinten. „Diese neue Technologie wird bei einer Vielzahl von Monochrom- und Farbdruckanwendungen bahnbrechende Druckgeschwindigkeiten ermöglichen und die Betriebskosten drastisch reduzieren“, sagt Gandolfi - und auch „CK“ soll in den Beisitz dieser neuen Technik kommen.
Zufriedenheit der Drucker-Kunden im Vordergrund
Besonderen Wert legt das Unternehmen auf den Kundendienst: „Quasi von der Bestellung über den ersten Druck bis hin zur anschließenden Wartungsphase wird alles von uns übernommen, alles ist bei uns bezüglich der LFP zentriert, um eine möglichst hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen“, wie es von Unternehmensseite heißt. „Charles Kieffer brachte es auf den Punkt: ‚Ich möchte nie hören, dass ein Kunde nicht zufrieden war‘“, erzählt Gandolfi. So besteht alleine der technische Service aus 43 Mitarbeitern, davon fünf Produkt-Fachleuten und 27 Technikern. Es besteht ein lokales Ersatzteillager, „wobei wir stets auch alle Printer hier auf Lager haben“, es also keine lange Wartezeiten gibt, resümiert der CK-Experte.



