Die Leidenschaft der „Wort“-Rückenblickerin vom Dienst für die unsägliche „Reality Show“ im nachgebauten Busch ging am Samstag mal wieder mit ihr durch. Derart, dass sie gar das Geschacher um die EU-Spitzenposten mit der C-Promi-Igitt-Sendung verglich. Und dann auch noch das: „Nicht umsonst nennt man ihn den König des europäischen Dschungelcamps“, schreibt sie über unseren Ex-Premier, der unbedingt will, dass seine konservativen Kollegen ihn rausholen aus der Opposition im kleinen Grossherzogtum. Was zudem den Vorteil hätte, dass er das „Land der teuren Radargeräte“, zu dem der grüne Transportminister das Ländchen angeblich machen möchte, hinter sich lassen könnte. Aber der frühere Regierungschef fährt ja eh nicht mehr selbst und bleibt vom Autofieber gänzlich ungepackt. „Er kann sich mit beiden Händen genüsslich übers zarte Bäuchlein streicheln und sagen: „Isch abe gar kein Auto““, ironisiert die „Wort“-Redakteurin. Woher sie das mit dem weichen Abdomen bloss weiss? Dem „t“-Editorialisten wird bei der Vorstellung, dass JCJ zum Superstar in Brüssel avancieren könnte, jedenfalls etwas flau im Magen. „Ehrlich, wir hätten ihn lieber zu Hause, als Gegenspieler der Dreier-Regierung, die sonst keinen aus dem Hause CSV in Sachfragen zu fürchten braucht“, hallt es aus der Escher Kanalstrasse. Ganz ehrlich?