Wo man hinblickte im samstäglichen Blätterwald: Überall Legenden. Der „Wort“-Redakteurchef etwa amüsiert sich über Ex-Griechen-Kassenwart Yanis Varoufakis. Der nämlich bastele „eifrig an seiner eigenen Legende des Motorrad fahrenden, Lederjacken tragenden, letzten aufrichtigen Rebellen gegen das neoliberale Establishment“. Seine Landsleute stehen zwar seit Wochen vor geschlossenen Banken, aber „einer lukrativen Karriere als Autor und Redner dürfte dies jedoch nicht im Wege stehen“, bemerkt der Schreiber spitz. Spitz schreibt derweil in der CSV-Erzbistumsblattbeilage die Führung von Oppositionspartei Nummer Eins über die Legendenbildung, die die Majoritätsparteien betreiben würden. „Der CSV vorzuwerfen, sie sei nicht konstruktiv ist ein Märchen der dreisten Art“. Und mit kessen Geschichten zurück geballert: „Das Land werde von einer Truppe von Amateuren regiert, poltert der sonst so nette Claude Wiseler“, zeigt sich die „Wort“-Wochenrückblickerin noch immer geschockt von dessen Auftritt mit „Pressefuzzis“ letzte Woche. Wir sind gespannt, wie nett Wiselers Antworten ausfallen werden, wenn das „Wort“ ihm in seiner Sommerserie auf den Zahl fühlt. Der erste Seriengast - ein frühaufstehender grünteetrinkender Sommerradler mit einem Faible für Rock und Katzen - nahm’s jedenfalls gelassen.