LUXEMBURG
CATHERINE NOYER

Wie zu jeder Jahreszeit sind auch jetzt neue Duftkreationen für Damen und Herren auf dem Markt

Noch schwelgen wir in den Düften des Sommers, aber die neuen Parfüms locken mit Noten, die auf die nächste Jahreszeit einstimmen sollen. Der Herbst kann beginnen!

Nicht nur neue Düfte sind auf dem Markt, sondern auch altbewährte mit neuem Touch. Dazu gehört J’adore Eau de Parfum Infinissime von Dior.

Parfümeur Francois Demachy hat dem für den Duft typischen Blumenbouquet die Tuberose hinzugefügt. „Ein Zusammentreffen, das aussieht, als ob J’adore die Tuberose verführen wollte, sich mit ihm zu vereinen und es zum Leuchten zu bringen. Die kleine weiße Blume ist intensiv und berührend. Ihre Kraft, die nie aus der Mode kommt, springt sofort über“, umreißt er seine Komposition.

Nicht nur die Tuberose, sondern viele weiße Blüten bereichern in diesem Herbst die Düfte. Zur Auswahl stehen neben Maiglöckchen, Jasmin und Neroli Pfingstrosen, Orangenblüten oder orientalische Lilien. Es sind absolut feminine Noten, die sowohl alleine, als auch untereinander kombiniert, für Sinnlichkeit und Eleganz stehen.

Wie unter anderem die aktuelle orientalisch-blumig-holzige Version von „L’interdit“- Eau de Parfum Intense von Givenchy. 1957 hatte Hubert de Givenchy den Duft für die Schauspielerin Audrey Hepburn kreiert, der 2018 relauncht wurde. Jetzt haben die Parfümeure Dominique Ropion, Anne Flipo und Fanny Bal ihm eine geheimnisvolle und sinnliche Note verliehen. Ein weißes Blumenbouquet gibt den Ton an. Als Besonderheit wurde Madagaskar-Vanille hinzugefügt, deren Schoten kalt gepresst werden und Leder- und Ambra Facetten entfalten.

Orientalisch-blumig ist auch Signature von Montblanc. Das Eau de Parfum vereint unter anderem orientalische Vanille, Magnolie und Ylan Ylang mit Benjoin und Moschus-Noten.

Eau du Soir von Sisley punktet mit einer limitierten Auflage in einem von der Künstlerin Sydney Albertini gestalteten Flakon, während Parfümeur Anne Flippo Serpent Bohème von Boucheron, mit Mandarine, Cassis, Rose und Sambac-Jasmin mit Sandelholz und Patschuli zu einem floralen Chypréduft gestaltet hat.

Die Guerlain-Kollektion „L’Art&la Matière“ hat mit Iris Torrefié neuen Zuwachs erhalten. Dabei handelt es sich um ein außergewöhnliches holzig-florales Eau de Parfum, das von dem Duft-Duo Iris und Kaffee getragen wird.

Neue Düfte auch für Herren

Das 1862 gegründete Parfümhaus Roger&Gallet besinnt sich auf seine Wurzeln und den ersten Duft Magnolia Folie, der als Magnolia Chérie neu interpretiert wird. Das blumige Herz bleibt erhalten, wird aber durch süßere- und Chypre-Noten in einen zarten Duft verwandelt. Frivol nennt Marc Jacobs seinen neuen Duft Perfect. Die florale Komposition wird durch Rhabarber, Narzissen und Mandelmilch zu einem unkonventionellen, modernen, leuchtenden und femininen Duft.

Nicht nur die Düfte variieren je nach Jahreszeit, sondern ebenfalls die Art, sie zu tragen. Dabei ist es wichtig, ob es sich um ein Eau de Toilette, ein Eau de Parfum oder ein Parfüm handelt. Bei den drei unterschiedlich konzentrierten Duftarten ist die klassische Art und Weise – auf dem Handgelenk, hinter dem Ohr und am Hals die erste Wahl. Wer etwas leicheres möchte, kann ein Haarparfüm wählen, das seinen Duft bei jeder Bewegung das Haars neu verbreitet.

Auch die Herren dürfen sich auf neue Düfte freuen. Coolness ist gefragt in Form von frischen Fragranzen. Bvlgari Man Glacial Essence entführt in eisige Gefilde, um mit einem holzigen Fougère-Duft die Frische einzufangen.

Mit L’Homme Cool bekennt Castelbajac Farbe und lehnt seinen Duft an blauen Eistee an. Mandarine und Pampelmuse treffen hier auf Minze, Birke, Ingwer, Ambroxan und blaue Zeder.
Dem Winter eher angepasst ist Signature von Baldessarini. Zum ersten Mal erhält der Duft orientalisch-holzige Noten und Fougère-Akkorde. Als besondere Herznote wurd Akigala-Holz aus Patschuli-Öl verwendet, das eine rauchige Note hinterlässt.

Legend von Montblanc zeigt sich 2020 in der Eau de Parfum-Version. Die Grundkomponenten von Legend Original wurden mit Veilchenblättern, Magnolie, Holz und Leder als neue Facetten angereichert.