CLAUDE KARGER

Etwas „verworren“ erscheinen dem „Tageblatt“, Leitartikler zu Recht die anstehenden Debatten über das qualitative Wachstum, die nach den Allerheiligenferien stattfinden sollen. Denn einerseits soll der Wohlstand immer wohliger werden, andererseits werden die täglichen Staus immer länger und nervtötender. Aber: „über die Probleme zu reden, erscheint jedenfalls sinnvoller, als es sein zu lassen, auch wenn kaum anzunehmen ist, dass einer der Experten, der interessierten Bürger, der „Forces vives“ der Gesellschaft oder der beteiligten Minister wie einst Alexander der Große diesen gordischen Knoten mit einem einzigen Schwerthieb löst ...“. Auch der „Wort“-Editorialist ist skeptisch: „Die Wachstumsdebatte indes dürfte eher die vertrauten Duftnoten der üblichen Verdächtigen versprühen, als dass eine erfrischende Brise
die Thematik umweht“. „Während Luxemburg seit Jahren im TGV-Tempo wächst, wurde verpasst, den prozeduralen Turbo zu zünden“, meint der Leitartikler weiter, der die Auffassung vertritt, dass man Lösungen nur nahe kommt, wenn „die Nimby-Brille abgesetzt und die Abwehrmentalität an der Garderobe abgelegt wird“. Das Problem ist nur, dass niemand zu wissen scheint, wo die Garderobe ist. Vielleicht kommt jemand auf die Idee, bei den Wachstumspläuschen eine solche einzurichten. „Let‘s make it happen“, können wir da nur sagen.