CLAUDE KARGER

Von „Magerkost und durchdrehenden Reifen“ schrieb diese Woche der Durchsager vom „Télécran“ und schreibt der größten Oppositionspartei ins Stammbuch: „Zum Stimmungshoch, das sich landauf-landab über die CSV gelegt hat, können die jüngsten hausgemachten Eskapaden jedoch nicht passen. Hochmut, wir wissen es, kommt vor dem Fall“. Klar, und mit Magerkost fährt der Traktor auch nicht weit, pardon, kommt der aufgeblasene Frosch auch nicht über den Winter. Oder so. Der Grüne Ko-Parteivorsitzende meint jedenfalls im „T“, dass mit Volksparteien ohnehin Sense sei. Und überhaupt, was ist denn so eine Volkspartei? „Bei der CSV bedeutet es, dass sie das Gegenteil von sich selbst sagt“. Das sei „marketingtechnisch interessant“, doch „mir ist es aber lieber, dass wir keine Volkspartei und dafür aber ehrlich sind“. Aber dann trotzdem schon mal mit dem anscheinend fies-hinterlistigen Schizo-Dings vorkuscheln? Null Kuschelatmosphäre gibt es indes zwischen den Ungarn und unserem Chefdiplomaten aus dem Volk der Sozialistenmenschen. Wie „Euronews“ berichtet, hat sein Amtskollege aus Budapest ihn rundheraus einen „Idioten“ genannt, nur weil er das diktatorische Gehabe von Boss Orban bemängelte. Den hatte der EU-Kommissionschef schon mal feucht-fröhlich mit „Hello Dictator“ begrüßt. Die „All smiles“-Ära dazu ist „over“.