CLAUDE KARGER

Während die „T“-Leser mehrheitlich meinen, bei stürmischem Wetter gehe man doch lieber auf Nummer sicher, findet der Leitartikler aus der Escher Kanalstraße die Weisungen der Behörden doch reichlich übertrieben. „Für wie blöd hält man Menschen, denen man sich anmaßt zu sagen, dass sie bei Sturm nicht in einen Wald gehen oder nicht durch die Gegend fahren sollen?“ Naja, vielleicht müsste man mal eine Umfrage bei den Rettungskräften starten, wie oft sie Blödleute aus Situationen rausklauben müssen, die für Nachdenker kaum vorstellbar sind... Aber, „no risk, no fun“: „Vergessen wird bei dem Ganzen eigentlich, dass das Leben selbst die größte Gefahr für den Menschen darstellt. Das Leben wird durch Sex übertragen und führt unweigerlich zum Tode“. Stimmt! „Ordentlich durchgepustet“ (wie der „Télécran“ zur stürmischen „Sabine“ schreibt) wurde in den letzten Wochen freilich auch der Hof, vor den der „Revue“-Karikaturist einen ziemlich prominenten Ausmister zeichnete. Das es dazu kommen würde, vermutete man schon seit einiger Zeit. Oder um es mit einem schönen Sprichwort zu sagen, das im „Télécran“ zu lesen steht: „‘t heescht keng Kou Blimmchen, dees si hätt eng wäiss Strimmchen“.

Also: auch in den abwegigsten „Gerüchten“ mag ein Fünkchen Wahrheit stecken. Im vorliegenden Fall sogar eine echtes Blitzgewitter.