Wenn sich aus einer anfangs kleinen Idee plötzlich etwas richtig Großes entwickelt, dann darf man ruhig vor Stolz fast platzen. Und stolz waren sie am Freitag alle, die Mitglieder der Vereinigung „Antonov AN2 Lëtzebuerg“, als sie ihre renovierte und wieder flugtaugliche Antonov im Rahmen einer kleinen Feierstunde vor dem Aviasport-Clubhaus präsentierten. Eigentlich wollte sich Pilot Chris Vannieuwenhuyse damals nur einen Antonov-Motor zulegen, um daran herumzubasteln. Fündig wurde er schließlich in Südfrankreich, doch statt nur eines Motors fand er dort ein ganzes Flugzeug vor, das noch dazu angesichts seines Alters in einem recht guten Zustand war. Zu schade wäre es gewesen, nur den Motor auszubauen und den Rest zurückzulassen. Die Entscheidung, die Antonov komplett zu restaurieren, war schnell gefallen. Die Maschine, die einige Jahre im Hangar gestanden hatte, sollte irgendwann wieder fliegen, so der Plan.
Flugzeug mit Geschichte
Das geschichtsträchtige Flugzeug - in den 1960er Jahren soll es vor allem in der polnischen Armee geflogen worden und sogar im Tschetschenienkieg zum Einsatz gekommen sein - ließ der Pilot auseinander bauen und nach Luxemburg transportieren, wo es mithilfe von ein paar technisch begabten Kollegen in mühseliger Handarbeit restauriert wurde. Dann wurde es nach Polen gebracht und dort wieder komplett zusammengebaut. Mittlerweile ist die Antonov wieder in Luxemburg gelandet. Für den Rückweg wurde kein Lastwagen benötigt, das Ziel ist erreicht: Sie fliegt wieder. Das Flugzeug wurde nun seiner neuen Bestimmung übergeben. Künftig kann die Antonov AN2 für Rundflüge gebucht oder von Fallschirmspringern genutzt werden. Auch Anfragen für besondere Anlässe (Hochzeiten, Geburtstage…) werden entgegen genommen. Natürlich wird die Maschine auch bei internationalen Flugshows zu sehen sein.
Weitere Informationen unter www.an2.lu



