ECHTERNACH
GILLES SCHREINER

Das Festival am Echternacher See ist seit jeher eines der Highlights im August

Eine Mischung aus Anspannung, Vorfreude und Erwartungshaltung: So in etwa könnte man den Gemütszustand von Jempi Hoffmann, Mitglied des Organisationskomitees des e-Lake-Festivals, einige Tage vor der regional größten Musikveranstaltung nennen. Wenn an diesem Freitag der dicke Zeiger gen 19.00 wandert, ist es auch bereits das 19. Mal, dass der Club des Jeunes Echternach den Startschuss für eine dreitägige Ekstase am See freigibt. Hoffmann, mittlerweile schon zum fünften Mal an der Organisationsfront, sprach mit uns über das Konzept „e-Lake“ sowie die diesjährige Edition mit ihren wichtigsten Änderungen.

Jempi, legt ihr nach so vielen Jahren noch immer die gleiche Leidenschaft an den Tag?

Jempi Hoffmann Ja, klar ist es jedes Jahr eine neue Herausforderung für unseren Club. Wir möchten den Gästen jedes Mal etwas Neues bieten. Auch gibt es nach dem Festival ein De-Briefing, um zu analysieren, was wir besser hätten machen können. Außerdem stoßen jedes Jahr zwei, drei jüngere Mitglieder zu uns, die den Club mit neuen Ideen beleben.

Überwiegt die Passion oder doch eher der Stressfaktor?

Hoffmann Wenn es nur Stress wäre, wer würde denn einen solchen Event organisieren? Natürlich gibt es heikle Momente, doch spätestens wenn am Freitagabend die ersten Gäste eintreffen, weiß man, dass sich die letzten Monate wieder gelohnt haben.

Im Gegensatz zu den meisten Festivals ist in Echternach der Eintritt frei. Gibt es nicht jährlich Diskussionen über ein etwaiges Eintrittsgeld? Immerhin geht dem Club eine Menge Geld durch die Lappen...

Hoffmann Es gibt immer wieder welche, die das Thema ansprechen, ohne dass aber wahre Diskussionen daraus entstehen. Eigentlich sind wir uns alle einig, dass das Konzept des „Free entry-Festivals“ für immer bestehen bleiben wird. Das ist unser Markenzeichen.
Stichwort Arbeit: Wie bringt ihr es fertig, die rund 200 freiwilligen Helfer zu mobilisieren, beziehungsweise zu motivieren?

Hoffmann Imbissstände und Bühne werden von externen Firmen verwaltet. Der Club des Jeunes ist aber zuständig für den Getränkeausschank. Ehrlich gesagt entpuppt sich das Rekrutieren der Hilfskräfte oftmals als Herausforderung. Jene können natürlich über das gesamte Wochenende gratis essen und trinken und erhalten Packages mit diversen Gadgets. Ich möchte an dieser Stelle aber einmal erwähnen, dass die ältere Garde des ehemaligen Club des Jeunes jedes Jahr eine Hand mit anpackt.
Was erwartet den Besucher dieses Jahr?

Hoffmann Das musikalische Konzept wurde nicht geändert, das heißt freitags dominiert Alternative und Hip-Hop, samstags die elektronische Musik und sonntags geht es querbeet. Samy Deluxe, Gareth Emery und Madsen sind mit von der Partie, genauso wie De Läb, Lost in Pain und viele weitere in- und ausländische Künstler. Neu ist dieses Jahr unser Shuttle-Service, der aus sechs verschiedenen Richtungen den Weg nach Echternach findet.

Außerdem bieten wir unserer Kundschaft ein Park-and-Ride-System an, mit dem sie das Gelände problemlos erreichen kann. Und für unsere Gäste, die über Nacht bleiben wollen, steht für ein Entgelt von 20 Euro ein Campingplatz zu Verfügung, der sogar morgens von einem Bäcker besucht wird.

Was gibst du den Feiernden mit auf den Weg?

Hoffmann Lasst eure Aggressionen zuhause und feiert mit uns ein großes Fest. Und vielleicht kann ich noch kurz die „e-Lake goes green“-Initiative im Sinne der Mülltrennung in Kooperation mit der Stadt Echternach und anderen Partnern hervorheben.


www.elake.lu