LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Staatspremier Bettel ist ein wahrer Tausendsassa in allen Gassen, bestand die premierministerliche Agenda doch diese Woche nicht nur aus Regieren (das in Corona-Zeiten nicht mehr so ganz spaßig ist wie früher), sondern auch aus Federweißer-Süffeln im Weinberg (mmh, ist das lecker!), aus US-Botschaftern-Guten-Tag-Sagen (Moien, i am Mister Prime Minister), aus Covid-19-Testzentren-Begutachten (Moien, ech sin de Xavier) und aus dem Visitieren der Tram-Baustelle (Moien, ech sin de Xavier).

Nicht ganz so vielseitig unterwegs ist hingegen Vizepremier Daniel Kersch, der sich gestern im „Wort“ freute, dass LSAP-Methusalem Jean Asselborn 2023 im dann immer noch zarten Alter von 74 Jahren noch einmal mit in die Wahlen gehen will, würden die Sozialistenmenschen doch ohne ihren Außenminister blöd aus der Wäsche gucken.

Über eine eventuelle Ablösung von Frank Engel als CSV-Präsident zu Wort meldete sich gestern indes Laurent Mosar - ausnahmsweise nicht auf Twitter, sondern bei 100,7, dafür aber glasklar: „Ech soen näischt“.

Um einiges gesprächiger zeigte sich derweil Ex-CSV-Mensch Luc Frieden, der in einem ellenlangen „Revue“-Interview erneut unterstrich, „nicht die Absicht“ zu haben, „bei den Wahlen 2023 anzutreten“. Halleluja...