PASCAL STEINWACHS

Seit Juncker - für unsere jüngeren Leser: Der Mann gehörte früher einmal der Regierung an, sammelt aber immer noch Doktorhüte und Medaillen, und tat anscheinend arg doll viel für Europa - nicht mehr Premierchef ist, wird in der Erzbistumszeitung mit ihm umgesprungen, als wäre er, nun ja, als wäre er nicht mehr Premierchef.

So soll der premierchefliche Nachfolger direkt an seinem ersten Arbeitstag als Neuchef einen Duft spendenden Wunderbaum (angeblich ein Geschenk von seinen DP-Kollegen) in das „vollkommen leer geräumte Arbeitszimmer von Jean-Claude Juncker“ mitgebracht haben, wobei der www.wort-Redakteur aber diskret darauf hinweist, dass diese Bäumchen „Modergeruch nicht unbedingt beseitigen, sondern nur überdecken“, und man sich ja wohl vorstellen könne, „welcher Duft von den Teppichen des Büros ausgeht, in dem Juncker 18 Jahre lang gearbeitet hat und sich in dieser Zeit der Jahresausstoß der Zigarettenfabrik Heintz van Landewyck in Luft aufgelöst hat“. Um dagegen anzustinken, müsste Bettel schon „seine Wunder-Bäume kiloweise im Büro auskippen“, wobei sich alter Mief aber „mit buntem Klimbim alleine nicht bekämpfen“ lasse. Das hätten wir auch nicht besser ausdrücken können...