LUXEMBURG
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Zivile Zeremonie in der Philharmonie

Seit 2014 steht eine zivile Zeremonie im Mittelpunkt der Feierlichkeiten an Nationalfeiertag. Sie fand auch diesmal in der Philharmonie auf Kirchberg statt. In der Avenue Kennedy auf Kirchberg wurde in diesem Jahr erstmals auch die traditionelle Militärparade abgehalten, da in der Avenue de la Liberté, wo die Parade bislang stattfand, wegen der Tram gearbeitet wird.

Klimawandel und Europa

Die Gäste - darunter Botschafter, Regierungsmitglieder, Abgeordnete, Staatsratsmitglieder, Vertreter der Magistratur, Mitglieder des hauptstädtischen Gemeinderats, hohe Beamte und Mitarbeiter des großherzoglichen Hofs - begaben sich ab 9.00 zum offiziellen Festakt in die Philharmonie, wo sie ab 10.00 den Reden von Premierminister Xavier Bettel, Parlamentspräsident Fernand Etgen sowie Großherzog Henri zuhören konnten, wie auch den musikalischen Darbietungen des „Orchestre Philharmonique du Luxembourg“ unter der Leitung von Pierre Cao.

Xavier Bettel erinnerte in seiner Rede unter anderem an den verstorbenen Altgroßherzog Jean, der auch im hohen Alter die richtigen Fragen gestellt habe, ehe er auf den Klimawandel einging, in Bezug auf den, und daran würden uns die jungen Leute unermüdlich erinnern, keine Zeit mehr zu verlieren sei.

Parlamentspräsident Fernand Etgen brach seinerseits eine Lanze für Europa und zeigte sich überzeugt, dass Europa nicht das Problem, sondern die Antwort sei. Luxemburg sei mit seinen Fähigkeiten, Solidarität zu zeigen und Brücken zu bauen, eine der treibenden Kräfte in Europa.

Großherzog Henri blickte nach der Ehrung von verdienstvollen Persönlichkeiten auf das Leben seines Vaters Jean zurück und freute sich über die große Anteilnahme der Bevölkerung nach dem Tod des früheren Staatschefs. Besorgt zeigte sich Henri über das Aufkommen von Ressentiments, auch in Ländern, die uns nahestehen würden, und warnte vor vereinfachenden Ideen, vor Populismus und vor Extremismus.

Nach Abschluss des Festakts wurden auf Fetschenhof 21 Salutschüsse zu Ehren des Großherzogs abgefeuert.

Alsdann fand in unmittelbarer Nähe der Philharmonie die Militärparade statt, die zahlreiche Zuschauer auf Kirchberg lockte, war der Kirchberg doch mit der Tram einfach zu erreichen. Letztere fuhr auch während der Zeremonie. Viele Leute kamen aber auch mit dem Rad, denn der Radweg auf Kirchberg geht genau am Defilee vorbei. Besonderen Applaus gab es für die Feuerwehrleute. Es war die erste Parade nach der Reform des Rettungswesens (CGDIS) im Juli 2018. An der Militärparade teil nahmen des Weiteren Vertreter von Armee, Polizei, Zoll, des Roten Kreuzes, der Gefängnisverwaltung sowie der Ugda.

Nach der Parade hatte die Armee zu ihrem dritten Armeefest eingeladen, das diesmal auf der Place de l’Europe stattfand.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete am Nachmittag das feierliche „Te Deum“ in der Kathedrale.