LUXEMBURG
PIERRE WELTER, FREIER JOURNALIST

Prozess gegen Fernand Kartheiser neu terminiert

Das Gerichtsverfahren gegen den ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser ist am gestrigen Mittwoch erneut von der Justiz vertagt worden. Der Anwalt der Gegenpartei, Me Pol Urbany, hatte das Friedensgericht gebeten, das Verfahren neu zu terminieren. Als Begründung wurde ein schlechter Gesundheitszustand angeführt. Me Urbany ist der Anwalt des Klägers „Comité pour une paix juste au Proche-Orient (CPJPO)“ sowie deren Präsidentin Martine Kleinberg. Rechtsanwalt Me Michel Karp vertritt Fernand Kartheiser.

Einzigartige Umstände

In Anbetracht der einzigartigen Umstände hat das Friedensgericht in Luxemburg/Stadt eine weitere Fristverlängerung gewährt und bestimmte den 30. Oktober 2019 für eine mögliche Verhandlung.

Der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser soll am 5. Dezember 2017 in der Abgeordnetenkammer das „Comité pour une paix juste au Proche-Orient „sowie seine Präsidentin Martine Kleinberg als antisemitisch beschrieben haben. Das CPJPO und seine Präsidentin Kleinberg klagten gegen den Abgeordneten Fernand Kartheiser wegen Ehrverletzung und Rufschädigung.

Fernand Kartheiser streitet den Vorwurf von Antisemitismus ausdrücklich ab und erklärte, Martine Kleinberg würde im Konflikt eine einseitige Position einnehmen. Der ADR- Abgeordnete sprach auch von einseitiger Propaganda.