PASCAL STEINWACHS

„Wir werden nicht aufgeben, bis all unsere Fragen beantwortet sind, selbst wenn unsere Finger schon wund sind“, kündigten die CSV-Abgeordneten „Gilles et Roth“ (nicht zu verwechseln mit Roth & Adehm) auf einer gestrigen Pressekonferenz im Zusammenhang mit den ominösen Datenbanken an, und um dies zu unterstreichen, reichten „Gilles et Roth“ zusammen mit Laurent Mosar dann auch nicht weniger als 50 parlamentarische Fragen ein, auf dass es der Regierung im demnächst anstehenden Sommerloch nicht langweilig wird, was ja irgendwie dann doch wieder ziemlich nett und fürsorglich ist.

Mit der parlamentarischen Opposition befasst sich diese Woche aber auch die „Revue“, die von Parlamenten in anderen Teilen der Welt zu berichten weiß, in denen die Abgeordneten „mit Stühlen und Fäusten“ aufeinander losgehen (Uganda), sich anspucken (Lateinamerika), Eier werfen (Kosovo), Judogriffe anwenden (Südkorea/Japan) oder mit Kalaschnikows herumballern (Jordanien). Da loben wir uns doch die Luxemburger Abgeordnetenkammer, denn hier verlässt die Opposition höchstens mal das Hohe Haus, um in einer angrenzenden Kaschemme einige Biere zu stemmen. Dort wurden bestimmt auch die 50 Fragen ausbaldowert...