CLAUDE KARGER

Die „Osterpause“ treibt sonderbare Blüten im Zeitungsblätterwald. Im „T“, wo gar jemand den rasenden Rasenmäher Rudi interviewen musste, lieferte der Leitartikler am Samstag ordentlich Gesprächsstoff für den Ostertisch, an dem längst nicht überall „Friedenszeit und Freude und Eierkuchen“ serviert werden. Nein, „der Osterhas‘ hockt auf den schönen Eiern und grinst: Er glaubt uns kein Wort, er weiß, dass zumindest über die kleine Luxemburger Politik diskutiert wird, weil es dem Land ja so schlecht geht“. Behauptet etwa die wahlfiebrige Opposition. Auch in der Hauptstadt natürlich. Im „Wort“ regt sich der CSV-Spitzenmann sogar einerseits über die vielen Baustellen in der City auf, andererseits aber stichelt, dass Blau-Grün nix bewege. Jedenfalls scheint der „Wort“-Journalist leicht ungeduldig geworden zu sein ob der Polit-Magerkost des „Wannabee“-Knuedler-Bosses und hakte knallhart nach: „Bei welchen Dossiers ist Serge Wilmes in den vergangenen Jahren aufgefallen?“ Äh. Hm. Na ja. Akzentsetzungsversuche in Mobilität und Sozialversicherung? Oder so. Uns fiel er vor allem als hartnäckiger Reformer auf, dem es allerdings nicht gelang, den politischen Wechsel in seiner Partei durchzusetzen, der er rät, „den Reflex als Regierungspartei“ abzulegen und sich als „Programm- und Mitgliederpartei“ zu begreifen. Vielleicht hilft ein neuer Dreikönigskuchen?