PASCAL STEINWACHS

Da Außenminister Asselborn mal wieder in der Welt herumschwirrt, musste der „Deutschlandfunk“, der normalerweise mehrmals täglich beim dienstältesten aller EU-Chefdiplomaten anklopft, jetzt in seiner Not in seiner Datenbank nachschauen, ob es nicht noch einem wichtigen Luxemburger gibt, den man zu Gott und der Welt befragen könnte, und stieß dabei auf Justizminister Félix Braz. „Ein Luxemburger mit portugiesischen Eltern“, der es „zu etwas gebracht“ habe, wie das Funkdings begeistert feststellte, und mit „seinem Spitzbuben-Lächeln“ könne er Menschen „für sich einnehmen“, was christsoziale Nörgler*innen wie Gilles Roth, Laurent Mosar oder Martine Hansen aber möglicherweise leicht anders sehen.

Den „déi gréng“ am Zeug flickte gestern indes die Erzbistumszeitung, die sich über die „Doppelmoral der Grünen“ in Sachen Google-Datenzentrum echauffierte und sich jetzt schon auf den „Eiertanz“ der Grünen freut, sollte sich Google tatsächlich für Luxemburg entscheiden. Und wo die Zeitung schon mal dabei ist, macht sie auch noch eine Richtigstellung, sei in einem „Wort“-Artikel von Vortag doch von 131 parlamentarischen Anfragen der Grünen die Rede gegangen, wobei diese „jedoch nur 48 Anfragen eingeschickt“ habe. Das kommt bestimmt von der Hitze...