LUXEMBURG
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„House of Training“-CEO Luc Henzig über das Invest in den Aufbau von Kompetenzen

Kommende Woche stellt das „House of Training“ (HoT), das gemeinsame Fortbildungsinstitut von Handelskammer und Bankenvereinigung, seinen Fortbildungskatalog für das Jahr 2020 vor. Rund 800 Weiterbildungen bietet das HoT derzeit an, ein Angebot das in den letzten Monaten restrukturiert wurde, um den Teilnehmern einen zusammenhängenden Fortbildungsweg zu erleichtern.
Aber das „House of Training“ wird auch immer mehr für maßgeschneiderte Fortbildungen herangezogen. „Etwa ein Sechstel unserer Weiterbildungen sind maßgeschneidert, und die Nachfrage steigt effektiv“, bestätigt CEO Luc Henzig.

Wobei der Terminus „maßgeschneidert“ verschiedene Bedeutungen haben kann. Einerseits bezieht er sich auf Kurse aus dem Katalog, die Unternehmen lieber aus Zeit- und damit auch Kostengründen „inhouse“ abhalten möchten, wenn sie eine Gruppe von Fortbildungskandidaten zusammen haben. Das macht beim HoT rund 50 Prozent der „maßgeschneiderten“ Kurse aus. Dann gibt es Kurse, welche die Kunden spezifisch auf die Bedingungen in ihrem Betrieb angepasst sehen wollen. Mit konkreten Beispielen aus dem Betrieb selbst etwa.

Das HoT steht aber auch beim kompletten Aufbau einer spezifischen internen Fortbildung zur Seite. Dann gilt es, die Bedürfnisse mit den Teams des Betriebs genau auszuloten und möglicherweise auch externe Partner hinzuzuziehen. „Dafür muss man schon ein wenig Consulting-Erfahrung haben, aber auch technisch up to date sein“, erklärt der ehemalige PwC-Manager.

Auf den Umstand angesprochen, dass Fortbildungen immer kürzer werden, meint Henzig: „eigentlich müssten sie länger dauern. Denn ein paar Stunden reichen nicht, um sich neue Kompetenzen anzueignen“. Investitionen in den Aufbau dieser Kompetenzen seien für Betriebe allerdings zentral. Zumal in einem Umfeld, in dem es immer schwieriger wird, Fachkräfte zu rekrutieren, das heißt also die Kompetenzen „einzukaufen.“