LUXEMBURG
SVEN WOHL

„Salon du Cercle Artistique de Luxembourg“ begeistert und begleitet die „Luxembourg Art Week“

Der Salon der CAL ist jedes Jahr aufs Neue einer der Höhepunkte der luxemburgischen Kunstszene. Wir haben ein Interview mit dem Präsidenten der CAL, Marc Hostert, zum diesjährigen Salon geführt.

Wie integriert sich der Salon der CAL in die „Luxembourg Art Week“?

Marc Hostert Der Vorteil besteht darin, dass unsere Zusammenarbeit und Synergie eine größere Wirkung nach außen hin erzielt und in diesem spezifischen Zeitraum mehr über Kunst gesprochen wird. Da entsteht ein Kreislauf, in dem die bildenden Künstler den Anfang machen und beispielsweise das Bücherfest in Walfer darauf folgt. Im Herbst wird also die künstlerische Produktion des Großherzogtums des Jahres gezeigt. Die „Luxembourg Art Week“ versucht hier auch, die gesamte Bandbreite der Kunst abzudecken. Wir stehen dabei nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sehen uns als komplementäre Angebote.

In wieweit profitieren die Künstler vom Salon der CAL?

Hostert Das erste, wonach ein Künstler sucht, ist ein Ort, wo seine Werke ausgestellt werden. Wenn man zusätzlich dazu auch noch durch die Auswahlprozesse einer international besetzten Jury laufen muss, wie bei uns, ist das für jene Künstler, die gewählt werden, eine Auszeichnung. Denn es ist schwierig von unserer internationalen Jury angenommen zu werden. Dazu kommt auch noch die Aufnahme in den Katalog, was die mittelfristige und langfristige Sichtbarkeit des Künstlers sichert. Ein weiterer Mehrwert ist, dass er im Salon in Opposition und Dialog mit anderen Künstlern gezeigt wird. Dies wird ihm bei 46 Ausstellern und tausenden Besuchern garantiert.

Beim Salon können die Künstler ihre Werke auch verkaufen. Der CAL erhält hier nur die Hälfte der Marge, die normalerweise der typische Galerist einfordert. Der Künstler erhält also mehr von der Verkaufssumme, während der CAL mit seinem Anteil die Kosten des Salons abdeckt. Der CAL möchte hier keinen Gewinn erzielen.

Wie trifft die Jury ihre Wahl?

Hostert Es handelt sich hierbei um einen Salon der zeitgenössischen Kunst. Die internationale Jury, die sich aus Personen aus der Museumslandschaft zusammensetzt, beurteilt Technik und Qualität des Werkes.

Was lässt sich über die Qualität und die Besonderheiten der diesjährigen Auswahl sagen?

Hostert Es ist ein Salon der Rekorde. Noch nie wollten so viele Menschen an der Ausstellung teilnehmen. Die Kunstform der Skulptur feiert ihre Rückkehr. Dieses Jahr finden sich auch bemerkenswert viele Fotos im Salon wieder, was äußerst selten ist. Vier Künstler wurden außerdem eingeladen, welche über die ViArt in Vianden selektioniert wurden, und somit nicht von der Jury des Salons beurteilt wurden. Dabei handelt es sich um Bob Erpelding, Julien Hübsch, Olivier Hoffmann und Shari Weirig. Sie repräsentieren die ganz junge Kunst.

Haben Sie persönliche Favoriten?

Hostert Ich bin jetzt seit vier Jahren als Präsident der CAL dabei und muss sagen, dass die Auswahl dieses Jahres sehr gut ausgefallen ist.