Eine neue Buchhandlung in der Stadt Luxemburg verkauft seit Ende Mai ausschließlich englischsprachige Bücher. Das Buchhandelsunternehmen Ernster führt den „All English Bookstore“ und mittlerweile sechs weitere Geschäfte sowie ein Café im Land. Anglophile und Liebhaber der englischen Literatur werden in diesem Laden fündig, denn für jeden ist etwas dabei. Von Kinder- beziehungsweise Jugendliteratur über Fantasy, Krimi, Science Fiction bis hin zu Geschichte, Kunst und Lifestyle, ist die Buchhandlung gut bestückt. Manch einer wird sich aber wundern, was aus „Erny“, dem Kinderwarengeschäft, geworden ist. Denn dieses wurde in der „rue de la Reine“ durch den „Bookstore“ ersetzt. Der Inhaber Fernand Ernster und Tania Steffen, Leiterin des „All English Bookstore“ haben sich die Zeit für ein „Journal“-Interview genommen.
Warum haben Sie diesen Buchladen jetzt eröffnet?
Fernand Ernster Wir haben einen englischsprachigen Buchladen eröffnet, weil es einer Nachfrage im Buchmarkt entspricht. Wir hatten verschiedene Pläne und Ideen. Außerdem waren wir auf der Suche nach einem passenden Lokal in der Stadt. Unser Kinderwarengeschäft „Erny“ lief mäßig gut und wir denken, dass wir mit dem „All English Bookstore“ mehr Erfolg haben werden. Wir haben immer noch den ersten „Erny“, und zwar in der „Belle Etoile“. Die ehemaligen Kunden von „Erny“ können dort die gleichen und weiteren Produkte auf 400m2 Verkaufsfläche kaufen.
In dem anderen Buchladen verkaufen Sie so gut wie keine englischsprachigen Bücher? Warum?
Ernster Wir verkaufen in all unseren Buchhandlungen englischsprachige Bücher. Aber in unserem Hauptgeschäft in der Stadt sind es jetzt weniger. Zudem bieten wir einen Bestellservice für circa 100.000 Titel an, die wir innerhalb von ein bis zwei Tagen besorgen können.
Frau Steffen, Sie leiten die Buchhandlung seit Ende Mai. Welches Genre kommt beim Kunden besonders gut an?
Tania Steffen Das hängt oft davon ab, ob es sich um Touristen oder englischsprachige Einwohner des Landes handelt. Kinderbücher und administrative Bücher über Luxemburg sind sehr beliebt bei Familien. Die meisten Touristen kaufen aber Bücher aus der Unterhaltungsliteratur, die sie während ihrer Ferien lesen.
Glauben Sie, dass in den letzten Jahren mehr Jugendliche in ihrer Freizeit lesen?
Steffen Meiner Meinung nach hat es sich positiv entwickelt. Besonders durch „social media“ informieren sich die Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren über Bücher, die sie lesen wollen und kennen sich somit gut aus. Dieser Effekt hat sich beispielsweise deutlich durch den Roman „The Fault in our Stars“ von John Green gezeigt und verstärkt.
Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.ernster.com


