LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Vom „Vel’oh“ bis zum „City Shuttle“ und vieles mehr beim „City Breakfast“

Mit Genugtuung stelle sie fest, dass Polizeiminister François Bausch „endlich die Ermächtigung erteilt hat, Überwachungskameras im Stadtviertel Gare aufzustellen“, meinte Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer gestern beim „City Breakfast“. Aufgrund der „schwierigen Situation im Bahnhofsviertel“ hatte sich eine überwiegende Mehrheit der Bürger dieses Viertels auf einer Informationsversammlung der Stadt Luxemburg im Mai vergangenen Jahres für die Installation von Überwachungskameras rundum die Schulen und die Spielplätze des Viertels ausgesprochen. Die sollen nun eingerichtet werden. Zeitgleich sollen auch Überwachungskameras auf der Fußgänger- und Radfahrerbrücke unter der „nei Bréck“ aufgestellt werden. Dies sei „kein Allheilmittel“, sagte Polfer, erlaube es aber, die Sicherheit an ganz sensiblen Stellen im Bahnhofsviertel „wesentlich“ zu verbessern.

Entscheidung, auf Elektrofahrräder umzusteigen,war richtig

„De Vel’oh klappt elo“, sagte die Bürgermeisterin weiter und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Elektrofahrräder ab dem 1. April nicht mehr gratis zur Verfügung stehen werden. Die neue „Vel’oh“-Version kennt einen großen Erfolg: Seit dem vergangenen 30. November, Tag der Umstellung auf Elektrofahrräder, wurden die Fahrräder 59.925 Mal verliehen, im Vergleichszeitraum von 2017 nur 28.464 Mal. Am 29. November vergangenen Jahres zählte das „Vel’oh“-System 7.966 Abonnenten , heute sind es deren Lydie Polfer zufolge 9.385, was eine Steigerung der Abonnenten um 17,8 Prozent seit dem 30. November ausmacht. Somit sei einmal mehr bewiesen, dass die Entscheidung, auf Elektrofahrräder umzusteigen, die richtige war.

Mobilitätsschöffe Patrick Goldschmidt erinnerte daran, dass der in der Zitha-Straße eingerichtete Radweg nun befahren werden kann. Ab dem 12. Mai kann der Radweg in beide Fahrtrichtungen in der Avenue de la Gare genutzt werden, um während der Tram-Baustelle auch eine Verbindung für Radfahrer zwischen dem Bahnhof und der „nei Bréck“ sicherzustellen. Ab heute wird ein sogenannter „suggestiver“ Radweg versuchsweise in Boulevard Général Patton in Richtung „Val de Hamm“ eingerichtet.

Pilotprojekt „City Shuttle“ wird fortgesetzt

Was nun das Pilotprojekt „City Shuttle“ betrifft, war gestern zu erfahren , dass der zwischen der Station Pfaffenthal des Aufzugs (zur Oberstadt) und der Standseilbahn („Funiculaire“) verkehrende, selbstfahrende Bus von den Leuten „generell ganz gut angenommen wird“. Das Ende März auslaufende Vorhaben soll um sechs Monate verlängert werden, um ab dem 9. April auch am Wochenende unterwegs zu sein. Der „City Shuttle“ verkehrt ab dem genannten Datum dienstags und donnerstags von 12.00 bis 16.00 und von 16.45 bis 20.00. Samstags und sonntags soll der „City Shuttle“ dann von10.00 bis 21.00 verkehren, um auch Touristen die Benutzung zu erlauben.

Die Einfahrt der Rue Notre-Dame ab dem Boulevard Royal wird ab dem 6. April geschlossen sein. Wegen archäologischer Grabungen an der Ecke Boulevard Royal/ Rue Notre-Dame wird letztere während zwei Monaten nur durch den Boulevard Roosevelt zugänglich sein. Während der Osterferien (vom 6. bis zum 20. April) werden Bauarbeiten an der Kreuzung Avenue EmileReuter/Boulevard Joseph II durchgeführt werden. Deshalb steht während der genannten Zeitspanne nur eine Fahrspur für den Autoverkehr zur Verfügung.

Die „Galeries Lafayette“ öffnen Ende November

Arbeiten am Großbauprojekt „Royal Hamilius“ schreiten zügig voran. Die offizielle Eröffnung der „Galeries Lafayette“ und der anderen Geschäfte ist für Ende November, voraussichtlich mit der Eröffnung des „Chrëschtmaart an der Stad“ vorgesehen, war weiter auf dem „City Breakfast“ zu erfahren.

Auch die Internetseite vdl.lu wird permanenten Anpassungen und Verbesserungen unterzogen, teilte Schöffe Serge Wilmes mit. So findet man heute hier auch Informationen über die hauptstädtischen Parkings, die Öffnungs- und Wartungszeiten des Aufzugs zwischen dem Stadtzentrum und dem Pfaffenthal, wann welcher Bus wohin fährt, sowie alle Informationen die Kindertagesstätten der Stadt Luxemburg betreffend.

20.000 Bäume auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg

Im Rahmen einer „spektakulären Baustelle“, wie Goldschmidt sagte, wurden am vergangenen Wochenende Bäume im „Val de Hamm“ gefällt. Auf dem Felsen waren zahlreiche Bäume umgefallen und stellten eine Gefahr für die Einwohner, die unterhalb des Felsens leben, sowie für den Verkehr dar und mussten aus sicherheitstechnischen Gründen gefällt werden.

Laut Baumkataster stehen in der Stadt Luxemburg 20.000 Bäume, von denen etliche als krank eingestuft sind. Zahlreiche neue Bäume werden in der Hauptstadt angepflanzt, zum Beispiel im neuen Park in Gasperich, in „Ban de Gasperich“, wo 500 neue Baume angepflanzt werden sollen.

Schlussendlich wusste Schöffe Wilmes zu berichten, dass das Projekt „VR Timetravel“ im Pfaffenthal, das bis zum 26. Mai läuft, fortgeführt werden soll, dies mit einer Unterstützung von 50 Prozent des Tourismusministeriums.