Ein angeblich solcher trat am Samstag in der Hintergrund-Sendung von RTL-Radio auf, um dem Land wiederum zu verkünden, dass seine Partei die Parlamentswahlen nicht verloren hat und es voll ungerecht sei, dass sie auf der Oppositionsbank Platz nehmen muss. Schluchz. Und überhaupt sei es unerhört dass die Dreier-Koalition keine Majorität der Wähler hinter sich habe, trotzdem aber regieren dürfe. „Man hat sich angestrengt, damit ich nicht mehr Staatsminister bleibe“, bedauerte der RTL-Gast. Schnief. Fakt ist: Wenn drei Parteien auf 32 Sitze im Parlament kommen, haben sie eine Majorität; wenn sie beschließen, eine Regierung zu bilden, ist das absolut legitim; 66% der Luxemburger haben nicht CSV gewählt. Aber die Christsozialen haben ihre gründlicheWahlanalyse scheinbar immer noch nicht vollzogen. Vielleicht auch aus Angst, dass das den internen Krabbenkorb definitiv sprengen könnte. Dann müsste auch die Frage, wer Bettel eine CSV/DP-Koalition ohne Beteiligung Junckers anbot, beantwortet werden. Auf RTL schlenkerte JCJ an der Frage vorbei: Keine Erkenntnis, dass „führende Kreise der CSV versucht hätten, mit anderen eine Koalition ohne mich zu bilden“. Außerdem habe er selbst den Rückzug angeboten, falls eine schwarz-blaue Regierung an ihm scheitern sollte. Es muss also einen Karriere-Plan B geben, nicht wahr?
Ein freier Mann
journal.lu - 15.12.2013

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