LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„Al Bréck“: Busverkehr in beide Fahrtrichtungen eröffnet

Mit Ausnahme der AVL-Linie 19 verkehren seit gestern keine Busse mehr durch die „nei Avenue“. Der Busverkehr - „Autobus de la ville de Luxembourg“ (AVL) und „Régime Général des Transports Routiers“ (RGTR) - läuft nun in beide Fahrtrichtungen durch die „Al Avenue“ und dann weiter über die „al Bréck“ und den Boulevard Roosevelt. Zusammen mit dem Stadtschöffen Patrick Goldschmidt wohnte Vizepremier, Mobilitäts- und Bautenminister François Bausch am Nachmittag der Wiederöffnung der „al Bréck“ für den Verkehr bei.

Wie Bausch bei dieser Gelegenheit unterstrich, hat man es bei der „al Bréck“ mit „einer komplexen und komplizierten Baustelle, die zudem noch in einem Unesco-geschützten Umfeld liegt“, zu tun. Es sei eine viel befahrene Strecke in der Hauptstadt, so dass eine Schließung für den Autoverkehr ausgeschlossen war. Wegen der Einführung der Trambahn in der „nei Avenue“ (Avenue de la Liberté), müssen die AVL-Busse (und bis Ende kommenden Jahres auch die RGTR-Busse) fortan in beide Fahrtrichtungen durch die „al Avenue „ (Avenue de la Gare) verkehren, und dann weiter über die „al Bréck“ und den Boulevard Roosevelt. Um den nötigen Raum für die Busbenutzer, die Autofahrer, die Radler und die Fußgänger zu schaffen, wurde die „al Bréck“ um 2,40 Meter verbreitert - von 15,30 auf 17,70 Meter.

„Sportliches“ Timing

Das Timing der Arbeiten an der „al Bréck“ nannte der Minister gestern „sportlich“, wurden die Arbeiten an der neuen Busspur doch erst am 1. Oktober 2018 in Angriff genommen, um nun fertig gestellt zu sein. Deshalb musste auch während des Kollektivurlaubs im vergangenen Sommer sowie an vielen Samstagen hier gearbeitet werden. Auch hob der Minister die Schutzgeländer, die zur Seite des Stadtzentrums angebracht werden, hervor. Es sollen Geländer sein, die ähnlich der an der „rout Bréck“ angebrachten Schutzgeländer sind und den direkt unterhalb der „al Bréck eingerichteten „Skatepark“ und den Spielplatz schützen sollen.

Was nun den Radweg betrifft, der auf der „al Bréck“ zur Seite Petrusstal / „nei Bréck“ eingerichtet wird, so soll dieser Ende des Jahres fertiggestellt sein. Der verbreiterte Bürgersteig soll Anfang des Jahres 2020 abgeschlossen sein. Die von der Bautenverwaltung für die Stadt Luxemburg verwirklichte Baustelle schlägt mit 9,1 Millionen Euro zu Buche, hielt Bausch abschließend fest.

Stadtschöffe Patrick Goldschmidt unterstrich seinerseits, dass auf der Baustelle „al Bréck“ gute Arbeit geleistet wurde. Auch die Zusammenarbeit zwischen Staat und Stadt wertete Goldschmidt als „ausgezeichnet“. „Auch wenn man nicht immer zu 100 Prozent mit einander einverstanden ist, ist dies doch immer zu 99 Prozent der Fall“. Ziel der Arbeiten ist es seiner Meinung nach, das Busfahren in der Stadt noch attraktiver zu gestalten. Nach Abschluss der Arbeiten am Radweg auf der „al Bréck“ führe der Radweg ab kommendem Jahr dann vom Bahnhof bis ins Stadtzentrum, dies in beide Fahrtrichtungen meinte Goldschmidt.