DIEKIRCH
PIERRE MATGEN

Diskussionen um Kinoprojekt im Diekircher Gemeinderat

Diskussionen gab es in der Gemeinderatssitzung von Montag vor der Abstimmung über einen Mietvertrag mit Kaufoption und Vorkaufsrecht für einen Kinokomplex, der im Bereich der „Al Seeërei“ gebaut wird. Die Gemeinde hat einem Investor, der einen Kinokomplex mit fünf Sälen für insgesamt 487 Zuschauer baut, das benötigte Grundstück überlassen. Kostenpunkt des Baus 6 104 697 Euro. Nach der Fertigstellung soll, dem vorliegenden Vertrag zufolge, die Gemeinde den Komplex für 409.014 Euro im Jahr mieten oder kaufen. Laufzeit: 20 Jahre. Betreiber wäre die Gemeinde oder eine Drittperson.

Die Diekircher CSV-Fraktion befürwortete den Bau, auch wenn ihr das Ausmaß des Projektes überdimensioniert erscheint. Ihr Sprecher Paul Bonert beanstandete jedoch den Finanzierungsmodus, der nach Fertigstellung den Kinobetrieb in kommunaler Eigenverantwortung vorsieht. Eine Rentabilität sei da kaum möglich, unterstrich Bonert. Rat Frank Thillen (déi gréng) war der gleichen Meinung, worauf Bürgermeister Claude Haagen meinte: „Das Kino und das geplante „Bistro am Turm“ in einem Industrie-Erbe sind ein Invest für die „Nordstad“, die damit aufgewertet wird“. Der Mietvertrag wurde gegen die drei Stimmen der CSV- und „déi gréng“-Räte genehmigt. Der Kinokomplex mit Turm soll Ende 2016 bezugsfertig sein.

Umbau der „Crèche“

Vorher waren die administrativen- und Verwaltungskonten 2012 verabschiedet worden. Diese schließen mit einem Gewinn von 3.742.939 Euro. Da Paul Bonert zufolge diese nur durch den von der vorigen Gemeindeführung erwirtschafteten Überschuss von 2011 ausgeglichen werden konnten, stimmten die CSV und „déi gréng“ dagegen. Ein Kostenvoranschlag von 57.089 Euro für den Umbau der „Crèche“ wurde einstimmig genehmigt.

Dieser Umbau wird notwendig, damit, nach dem Umzug von einem Teil der Kleinkinder in das naturnahe renovierte ehemalige „Guiden Home“, in
Zukunft auch eine Baby-Abteilung eingerichtet werden kann.

Weiter wurden Kostenabrechnungen von 36 Projekten genehmigt. Vor der Absegnung der Beträge der Einkellerungsprämie für das laufende Jahr bedauerte Finanzschöffe Claude Thill, dass diese nicht einheitlich in den sechs Nordstad-Gemeinden sind.

Abschließend wurden mehrere Abänderungen der Haushaltsvorlage vorgenommen. Insgesamt stellen diese jedoch keine Mehrbelastung für 2015 dar.