LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Martin Suters Bestseller „Die dunkle Seite des Mondes“ wird in Luxemburg verfilmt

Der Roman „Die dunkle Seite des Mondes“ des Schweizer Schriftstellers Martin Suter war 2000 ein großer Erfolg. Seine Bücher „Small World“ und „Ein perfekter Freund“ wurden bereits verfilmt, und so lag es auf der Hand, dass auch dieses Erfolgsbuch folgen würde. Der Luxemburger Produzent Nicolas Steil hat sich auf die Produktion der Verfilmung unter dem internationalen Titel „The Dark Side of the Moon“ durch Stephan Rick eingelassen, die er mit seiner Produktionsfirma Iris, zwei deutschen und einem englischen Co-Produzenten finanziert. Am Samstag war die Presse zu den Dreharbeiten in der Banque Européenne d’Investissement eingeladen worden.

Faszination Wald

Die Rolle des Wirtschaftsanwalts Urs Blank spielt der Deutsche Moritz Bleibtreu. Seinen Gegenspieler und einstigen Partner Pius Ott mimt ein weiterer deutscher Top-Schauspieler, Jürgen Prochnow, der Kapitän aus „Das Boot“. Urs wird durch den Genuss eines halluzinogenem Pilzes zu einem gewalttätigen Menschen, der sich in den Wald zurück zieht, aber keine Ruhe findet. Es kommt schließlich zu einem Showdown zwischen Urs und Pius.

Leider konnten die Presseleute nicht wie geplant dem Dreh einer Szene beiwohnen, da die Filmcrew mit dem Drehplan ins Hintertreffen geraten war. Nur durch eine Glastür konnte man die Dreharbeiten im Inneren eines Büros beobachten. Immer wieder mussten alle still sein, um die Tonaufnahmen nicht zu stören. Nicolas Steil erzählte währenddessen, dass er das Buch von Suter mochte und an eine Verfilmung dachte. Das Thema der Gewalt, die in jedem steckt, interessierte ihn. Durch lange Spaziergänge durch das Müllerthal sah er diesen Wald mit seinen Felswänden als idealen Drehort.

Im Wandel der Zeit

Ein wenig später konnte die Presse sich mit einer Mahlzeit stärken, ehe auch die beiden Stars und der Regisseur zu ihnen stießen. Jürgen Prochnow war bereits ein paar Mal in Luxemburg, wo er u. a. 1999 den Film „Wing Commander“ drehte. „Damals waren bereits ein paar Leute am Dreh beteiligt, die auch heute hier beschäftigt sind“, sagte er und wunderte sich, dass sich Luxemburg derart verändert hat.

Moritz Bleibtreu drehte zuletzt „Vijay and I“ in Luxemburg. Zurzeit mag er aber lieber im Innern drehen, als im Wald. „Dies hat aber nur mit den aktuellen Temperaturen zu tun“, erklärte er, „wir haben glücklicherweise Ende September im Wald gedreht. Da war es bedeutend wärmer!“

Der Film wird im Herbst 2015 in die Kinos kommen, genau wie die andere bereits abgedrehte Großproduktion von Iris „Colonia Dignidad“ von Florian Gallenberger, mit Daniel Brühl und Emma Watson, alias Hermine Granger in den „Harry Potter“-Verfilmungen. Der Kriegsfilm „Sunset Song“ von Terence Davies soll in der ersten Hälfte 2015 im Kino starten und „Baby(A)lone“ von Donato Rotunno im März 2015. Man darf gespannt sein!