LUXEMBURG
STEVEN CURFS

Als Vater dreier Kinder sind Arztbesuche für Steven Curfs  keine Seltenheit. Umso mehr begrüßt er den Umstand, dass die drei mit Allgemeinmedizinern besetzten „Maison Médicales“ (Luxemburg, Esch/Alzette, Ettelbrück), die wochentags zwischen 20.00 und Mitternacht und an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen zwischen 08.00 und Mitternacht geöffnet sind, seit einigen Monaten nur mehr auf Terminbasis funktionieren. Die Terminvereinbarung funktioniert dabei ab 19.00 beziehungsweise 07.00 an Wochenenden unter der Tel. 20 333 111. Für Steven Curfs hat sich diese Funktionsweise der Ärztehäuser jedenfalls bewährt. Mittels einer Petition schlägt er deshalb vor, am Modell der Terminvereinbarung auch in Zukunft festzuhalten.   

„Als Vater dreier Kinder bin ich leider daran gewöhnt, öfter in ,Maisons Médicales‘ unterwegs zu sein. In der Urlaubsperiode ist das ganz ok, doch in Zeiten des Normalbetriebs habe ich dort auch schon mal drei Stunden gewartet. Am Ende hat man dann im Ärztehaus länger gewartet, bis man dran ist, als in der Notaufnahme, in der man zusätzlich den Vorteil hat, direkt an einen Kinderarzt zu gelangen.

Bedingt durch die Corona-Krise funktionieren die ,Maisons Médicales‘ inzwischen nur noch auf Terminbasis und es gibt endlich eine direkte Durchwahl, statt das man den Notruf wählen muss. Diese neue Organisation ist durchweg besser, die Wartezeit verkürzt sich um ein Vielfaches und trotz der Notwendigkeit, sich telefonisch anzumelden, kommt man schnell an eine Behandlung.  Ein Beispiel: Anruf um 19.00, Termin um 21.00 und eine knappe Viertelstunde später verlässt man die Praxis wieder. Das ist äußerst effizient und erspart dem Patienten auch, stundenlang mit vielen anderen Kranken im Wartesaal sitzen zu müssen. Der dann aufgrund versetzter Ankunftszeiten ohnehin nicht so voll wäre.
 Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es viele Gründe geben könnte, nach Corona wieder in den früheren Modus zurückzuwechseln. Mir ist es jedenfalls noch nicht vorgekommen, keinen Termin mehr am gleichen Tag zu bekommen. Sollte das dennoch vorkommen, kann man schlimmstenfalls immer noch in die Notaufnahme eines Krankenhauses.

Wenn die Politik eine Entlastung der Notaufnahmen dadurch erreichen will, dass Nicht-Notfälle in der ,Maison Médicale‘ behandelt werden sollen, wäre ein Festhalten an dieser Funktionsweise sicher ein handfestes Argument,  um die Attraktivität der Ärztehäuser zu erhöhen.“

Die Petition  von Steven Curfs kann noch bis zum 2. November auf der Webseite des Parlaments unterstützt werden.

Direktlink: tinyurl.com/Petition1676