LUXEMBURG
JACQUELINE MONVILLE

Seit 60 Jahren setzt sich der „Service coopération“ der „Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren“ (LLJ) in Afrika ein, um dortige Landwirte zu unterstützen. Jacqueline Monville von der ONG erklärt uns, wie wertvoll die dort geleistete Arbeit ist und weshalb man sich hier weiter einsetzt.

„Heute konzentrieren wir uns auf den Burkina Faso, wo wir mit zwei Projekten aktiv sind. Einmal bringen wir den Bauern die Anwendung der Kassin, einem Zuggespann mit Esel, näher und bringen ihnen bei, wie man mit dieser Technik umgeht. Mit diesen Mitteln können die Bauern dafür sorgen, bessere Erträge zu erwirtschaften. Damit lässt sich auch eine bessere Lebensmittelsicherheit im ruralen Raum erreichen. Beim zweiten Projekt konzentrieren wir uns in auf den Bau von Schulinfrastrukturen. Wir haben bereits einen Schulkomplex gebaut, welcher die Vorschule, Grundschule wie auch das Collège abdeckt. Zusätzlich dazu wollen wir auch ein Lyzeum errichten. In diesem Schulkomplex finden bereits heute 600 Schüler Platz. Mit dem Lyzeum sollen noch einmal 800 Schüler hinzukommen. Das ist ein wichtiges Projekt, weil es in den ländlichen Gebieten an Schulinfrastrukturen fehlt. Oft müssen die Kinder sehr lange und mühsame Wege auf sich nehmen, um überhaupt zur Schule kommen zu können.

Die Bildung der Eltern ist sinnvoll, um eine effizientere Produktion zu erreichen und somit ein besseres Leben führen zu können. Bei den Kindern geht es weiterführend um die Zukunft. Hier setzen sich die luxemburgischen Bauern für die Bauern im Burkina Faso ein.

Das Projekt mit den Zuggespannen hat bereits in den 1960er Jahren mit dem Entsenden eines ersten Entwicklungshelfers begonnen. Unser Engagement ist also ein langfristiges. Das aktuelle Projekt entstand 2008, nachdem eine Bestandsaufnahme des ursprünglichen positiv ausfiel. Wir arbeiten mit einer Bauernorganisation Burkina Fasos zusammen, die auf dem gesamten Territorium tätig ist. Diese Zusammenarbeit ist fruchtbar, weil wir eben auf diese Partner vor Ort zurückgreifen können. Damit können wir einen Transfer bei den Kompetenzen erreichen. Im vergangenen Jahr konnten wir so insgesamt 3.000 Menschen ausbilden. Wir sind in 26 Dörfern aktiv, die in unterschiedlichen Gegenden des Landes liegen. Dort finden wir auch unterschiedliche Böden vor und müssen die Geräte teilweise an diese Gegebenheiten anpassen. Das Projekt mag etwas einfach wirken, doch diese simple Technik kann finanziell schwächeren Bauern helfen.

Es ist eine einfache Methode, die an den Boden im Sahel adaptiert ist. Sie ist dem Traktor zu bevorzugen und ist auch für arme Bauern interessant. Außerdem ist sie auch noch nachhaltiger: Wir können damit die fortschreitende Verwüstung aufhalten. Ziel ist es, die einfache lokale Bevölkerung, denen keine anderen Mittel zur Verfügung stehen, zu stärken.“


Wer die „Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren – Service Coopération a.s.b.l.” unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf CCPLLULL: IBAN LU05 1111 0050 3083 0000 | CCRALULL: IBAN LU32 0090 0000 0157 8004 tun. Die Spenden sind steuerlich absetzbar.