HANNOVER
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So teilen Sie Ihr WLAN sicher

Den Internetanschluss mit anderen teilen ist nicht nur in Home-Office-Zeiten eine gute Idee. Man bedenke nur das Sparpotenzial. Aber ist das auch sicher für Anschlussinhaber und Mitnutzer? Und wie sieht die praktische Umsetzung aus?
Grundsätzlich rät Keywan Tonekaboni vom Fachmagazin „c‘t“: „Wollen Sie Ihren Internetanschluss teilen, sollten Sie den Router auf dem aktuellsten Stand halten und regelmäßig Sicherheitsupdates machen, um Hackerangriffe abzuwehren.“
Der einfachste Weg, das WLAN zu teilen, ist ein Gastzugang. Dafür müssen Mitnutzer nur das betreffende WLAN-Netz aufrufen. „Anschließend bestätigt der Besitzer, dass der Gast berechtigt ist, und das war‘s auch schon“, erklärt Rainer Schuldt von der „Computer Bild“. Fummelige Passworteingaben brauche es nicht unbedingt.

Sicherheit durch Firewall

Die meisten Router bieten in den Einstellungen inzwischen die Möglichkeit, ein solches Gastnetzwerk zu aktivieren, das getrennt vom Haupt-WLAN arbeitet - mit oder ohne Passwort-Eingabe. „Das Gast-WLAN lässt sich auch so absichern, dass man beispielsweise nur Mails abrufen kann“, sagt Keywan Tonekaboni.
„Angriffe von außen sollten immer durch eine Firewall abgewehrt werden“, erklärt Rainer Schuldt. Die meisten gängigen Router-Modelle hätten eine Firewall integriert, die verhindern soll, dass Unbefugte von außen auf das Heimnetzwerk und dessen Rechner zugreifen können. Sie lässt sich auch so einrichten, dass nur bestimmte Ports für den „Außenverkehr“ freigegeben werden, etwa für Onlinespiele.
Interessant kann auch das Angebot der nichtkommerziellen Freifunk-Initiative sein. „Wer das nutzen möchte, installiert die Freifunk-Software auf einen zweiten Router, über den teilt man dann das Freifunk-WLAN“, erklärt Keywan Tonekaboni. „Vorbereitete Router kann man auch bei einigen Freifunk-Initiativen bekommen.“
Der Freifunk-Router wird per Netzwerkkabel an den eigentlich Router gehängt und stellt eine sichere VPN-Verbindung zu einem Freifunk-Server her. „Der User geht in diesem Fall also nicht direkt ins Internet, sondern über den Freifunk-Server“, erläutert Tonekaboni dar. •