LUXEMBURG
SVEN WOHL

„Administration des enquêtes technique“ analysiert Verkehrsunfälle aus 2019

Auf eine unabhängige Weise untersucht die „Administration des enquêtes techniques“ (AET) auch dieses Jahr die Verkehrsunfälle in Luxemburg. Befasste sich das Amt bisher mit der Flugfahrt, dem Schienennetz und der Schifffahrt, so erfasst es seit einigen Jahren auch die Verkehrsunfälle und analysiert diese im Detail. Seine Aufgabe ist es dabei nicht, irgendwelche Statistiken aufzunehmen und dementsprechend kann sein Bericht auch nicht als eine solche Aufschlüsselung bloßer Zahlen gelten. Tatsächlich geht es hier um die Erfassung von Gefahren und Risiken im Straßenverkehr, wie auch der Formulierung von Empfehlungen, die sich an den Mobilitätsminister adressieren. François Bausch (déi gréng) hatte bei der vorgestrigen Vorstellung der Zahlen der Verkehrsopfer 2019 bestätigt, dass man diese Empfehlungen ernst nehme und die AET auch bei zahlreichen Projekten eingebunden werde.

Mehr Leitplanken könnten helfen

Bei den untersuchten Fällen, die allesamt auf Datensätzen des „Centre d‘intervention national“ der Polizei fußen, ließen sich aus den wenigen Vergleichswerten, die bisher gesammelt wurden, nur wenige Tendenzen oder Vergleiche herauslesen. Dennoch seien einige Faktoren häufig anzutreffen, wenn es um Verkehrstote geht. Bei den 18 untersuchten Todesfällen, die bei Unfällen mit Fahrzeugen, welche nicht Motorräder sind, spielte die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Leitplanke eine Rolle. In elf Fällen kam es zu einer Kollision mit einem Baum, in einem Fall zu einer Kollision mit einem anderen Gegenstand. In neun Fällen war es zu einem Abkommen von der Straße gekommen, da keine Leitplanke vorhanden war. In einem Fall kam es trotz Anwesenheit einer Leitplanke zu einem Abkommen von der Fahrbahn.

Wenig überraschend ist da, dass die AET empfiehlt, punktuell Leitplanken zu installieren. Dämpfungselemente sollen rigide Gegenstände abseits der Fahrbahn sichern und so einen Aufprall mindern. Straßenlampen und andere Hindernisse am Straßenrand könnten zudem so konstruiert werden, dass sie bei einem Aufprall leichter zerbrechen und somit einen weniger großen Schaden beim Verunfallten verursachen können.

Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Seite aet.gouvernement.lu