LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Große Bereitschaft, mit selbstgenähten Masken zu helfen

Sie wurde regelrecht gestürmt: Seit Montagmorgen 09.00 konnten sich Freiwillige, die selber Masken nähen wollen und so in der aktuellen Krise einen Beitrag leisten wollen, bei einer speziell eingerichteten Hotline melden. Binnen einer halben Stunde versuchten 133 Personen, die Nummer 27 40 40 14 zu erreichen. Für kurze Zeit brach daraufhin die Hotline zusammen, erklärt Raoul Wirion von der „Fédération Nationale des Éclaireurs et Éclaireuses du Luxembourg“ auf „Journal“-Nachfrage. Die Bilanz des ersten Tages lässt sich sehen: 845 Anrufe und 150 Mails gingen ein.

Zusammen mit den „Lëtzebuerger Guiden a Scouten“ und mit logistischer Unterstützung der POST organisiert die FNEL das Projekt #BitzDoheem. Das funktioniert so: Freiwillige erhalten nach Kontaktaufnahme Anweisungen, wie die Masken hergestellt werden und was sie dafür benötigen. Die Post bringt ihnen einen gelben Karton nach Hause. Rund 150 sollten gestern Abend rausgeschickt werden. Nach Möglichkeit holt die Post die Masken dann zweimal pro Woche ab, die dann zu vier Sammelstellen im Land gebracht werden, nach Wiltz, Mersch, Düdelingen oder in die Poststelle der „Belle-Étoile“. Derzeit sei geplant, die Masken an die Bevölkerung zu verteilen, dort „wo die Leute derzeit sind“, beispielsweise im Supermarkt. Sollten Masken zu einem bestimmten Zeitpunkt an anderer Stelle dringender benötigt werden, seien Änderungen aber jederzeit möglich. „Wir sind offen für alles“, sagt Wirion.

Er warnt allerdings, dass die Masken den Träger nicht vor einer Covid-19-Infektion schützen. „Es ist ein Schutz für die anderen Leute“, sagt er. Die Maske kann helfen, das Risiko, beim Husten oder Niesen andere anzustecken, zu reduzieren. Diese Hinweise befinden sich beispielsweise auch in den Anleitungen wieder. Die Maske muss zudem täglich gewaschen werden. Außerdem „ist sie kein Ersatz zu den geltenden Schutzvorschriften der Regierung.“

Vom Projekt #BitzDoheem profitieren letztendlich alle Beteiligten. Menschen, die derzeit viel Zeit zuhause verbringen müssen, finden eine Beschäftigung und sie können gleichzeitig der Allgemeinheit helfen.


Die Hotline ist von montags bis freitags zwischen 09.00 und 17.00 zu erreichen. Mehr Informationen unter fnel.lu
Das Anleitungsvideo (Youtube) unter tinyurl.com/BitzDoheemDE