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JEFF KARIER

Die Brasserie Nationale hat ihre neue Hefeanlage eingeweiht

Die Brasserie Nationale präsentierte gestern ihre modernisierte Hefeanlage, deren Herz die zwei neuen Hefetanks sind. „Der eine fasst 25.000 Liter, der andere 8.000 Liter“, erklärt Braumeister Maurice Treinen. Sie ersetzten die Tanks, die seit 1997 in Betriebe waren.

Die neuen Tanks stammen von der deutschen Firma Albert Frey aus dem Allgäu, einem Spezialisten für den Bau von Brauanlagen. „Ein Grund, warum wir uns für Albert Frey als Partner entschieden haben ist, dass ihre Anlage mit unserer bestehenden komplett kompatibel ist.“ Ein Vorteil ist laut Treinen, dass die neuen Tanks automatisch und nur noch in fünf Stunden gereinigt werden können. Zuvor musste man dies von Hand machen und das dauerte zehn Stunden oder sogar mehr. Die Anlage ermöglicht es sogar in Zukunft zwei Hefen anzusetzen. „Das ist aktuell aber noch kein Thema.“

Aufwendiger Umbau

Um die Tanks in der Brauerei einzubauen, mussten zum Teil aufwendige Umbaumaßnahmen getroffen werden. Mauern und Decken mussten eingerissen und Stützen eingezogen werden.

„Der wichtigste Mitarbeiter, den wir in der Brauerei haben, ist die Hefe“, erklärt der Braumeister. Entsprechend ist es wichtig eine hochwertige Hefeanlage zu haben. Ist die Hefe nicht von hoher Qualität, leidet das Bier . „Mit unserer neuen modernen Einlage, können wir diese Qualität noch zuverlässiger gewährleisten.“ Die Hefe ist für die Fermentierung zuständig. Sie wandelt also die Maltose in Alkohol und CO2 um.

„Saccharomyces carlsbergensis“, so der Name der Hefe, die in von der Brasserie Nationale verwendet wird, ist eine klassische Hefe, die untergärig und zum Brauen von klassischen Pils geeignet ist. „Im Gegensatz zu anderen Brauereien, verwenden wir unsere Hefe nur einmal“, betont der Braumeister. Sie wird anschließend verkauft und als Futtermittel für etwa Schweine verwendet.

Die Modernisierung hat 800.000 Euro gekostet, von denen alleine 300.000 Euro allein auf den Umbau entfallen.