LUXEMBURG
CB/CLK

Luxemburg wird neuralgischer Standort des EuroHPC-Netzwerks

Luxemburgs Supercomputer-Projekt wurde bei einer Ausschreibung von EuroHPC zurückbehalten. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilt, wird das Großherzogtum damit einen mit europäischen Geldern kofinanzierten Hochleistungsrechner erhalten, der mit anderen in Europa vernetzt sein wird.

2020 soll der HPC bei LuxConnect in Bissen mit einer Leistung von zehn PetaFLOPS pro Sekunde in Betrieb genommen werden. Das entspricht nicht weniger als 10.000.000.000.000.000 Rechenoperationen pro Sekunde. EuroHPC mit Sitz in Luxemburg ist eine Initiative der EU und verschiedenen europäischen Ländern, um ein Weltklasse-Hochleistungsberechnungsökosystem in Europa aufzubauen.

Die europäische HPC-Strategie war gestern auch Thema beim Treffen des EU-Rats der Minister für Transport, Telekommunikation und Energie, an dem Premier- und Digitalisierungsminister Xavier Bettel teilnahm.

Er tauschte sich mit EU-Digitalisierungskommissarin Mariya Gabriel über die Supercomputer aus, die auch Unternehmen zur Verfügung gestellt werden können, um neue Anwendungen zu entwickeln - von neuen Materialien bis zu innovativen Medikamenten.

Pionierland mit Vorreiterrolle

Die Entscheidung der EU, einen Superrechner im Großherzogtum zu stationieren, beweise „die Attraktivität Luxemburgs als innovatives Pionierland in Sachen Hochtechnologie“, wie es in einer Pressemitteilung der Staatsministeriums heißt. „Luxemburg ist bereit, eine konstruktive Vorreiterrolle bei der Umsetzung der digitalen Politik Europas zu spielen“, unterstrich der DP-Politiker.

Besagter EU-Rat befasste sich just mit der digitalen Wettbewerbsfähigkeit Europas. „Wir benötigen ein ambitiöses, mutiges und effizientes europäisches Programm mit einer grundsätzlichen Vertiefung des Binnenmarkts“, sagte Bettel, „wir müssen den digitalen Kompetenzen dabei besondere Beachtung schenken“. Das sei „eine absolute Priorität“, die Luxemburg bereits im Rahmen seiner Strategie „Digital Luxembourg“ verfolge. Die europäische Supercomputer-Strategie war auch ein Punkt bei Gesprächen, die der Premier mit EU-Vizekommissionspräsident Günther Oettinger im Staatsministerium führte.