LUXEMBURG
LJ

Die „Stëmm vun der Strooss“ hatte zum 23. Mal die Armen und Einsamen eingeladen

Strahlende Gesichter - sowohl bei denen, die nichts haben, als auch bei denen, die diesen Menschen ein paar sorgenfreie Stunden bereitet haben.

Zum 23. Mal hatte die „Stëmm vun der Strooss“ zu ihrem Weihnachtsfest eingeladen. Ein Fest das für viele der Menschen, die am Rande der Gesellschaft oder jenseits davon leben müssen, den Höhepunkt des Jahres darstellt. Die „Stëmm vun der Strooss“ schuf im Kulturzentrum Bonneweg eine weihnachtliche Atmosphäre, die alles hatte, was zum Fest gehört: Vom guten Essen über ein bisschen Besinnlichkeit, bis hin zu kleinen Geschenken. Alles ermöglicht durch Spenden verschiedenster Unternehmen. Der Weihnachtsmann durfte auch nicht fehlen. Die „Stëmm vun der Strooss“ hat den Kreis der Gäste ganz weit gefasst - jeder der sich in einer Notlage oder einer prekären Situation befindet, durfte nicht nur, sondern sollte kommen. Egal ob wohnungslos, chronisch krank, einsam oder asylsuchend, alle waren willkommen.

Um ihr Los kümmerte sich gestern nicht „nur“ das Team der „Stëmm vun der Strooss“, sondern auch Freiwillige aus Großbanken oder Anwaltskanzleien, genauso wie Musiker von RTL, Helfer anderer Sozialeinrichtungen oder die FNEL-Pfadfinder.

Die Armut nimmt zu

Die „Stëmm vun der Strooss“ wies bei ihrer Einladung an die Presse darauf hin, dass das Problem der Armut in Luxemburg zunimmt. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2019 hat die Hilfsorganisation in ihren beiden Restaurants in Hollerich und Esch/Alzette 84.321 Mahlzeiten ausgegeben. Gegenüber dem Jahr 2015 mit 53.083 Essen stellt das eine Steigerung um 39 Prozent dar. Die Quote stieg damit von täglich 248 Mahlzeiten (2015) auf 376 Essen für Bedürftige an.