LUXEMBURG
CATHERINE NOYER

Schöner Schmuck rundet jeden Look ab – die aktuellen Trends der Juwelierhäuser

Ein schönes Schmuckstück wertet jedes schlichte Outfit auf. Auch hier lassen die Juweliere sich ständig neue Kollektionen einfallen, um modische Trends und Statements zu setzten. Ohrringe, Halsketten, Armbänder und Ringe erhalten neue Designs und Farbkombinationen und Déjà-Vus werden neu erfunden.

So sind in diesem Jahr Creolen, die vor rund 20 Jahren sehr beliebt waren, in zahlreichen Kollektionen vertreten, nicht nur als runde Ohrringe, sondern auch in eckigem oder asymmetrischem Design. Eine extravagante Version von asymmetrischen Creolen hat das Juwelierhaus Messika mit den „Créoles Coeur“ kreiert. Dabei handelt es sich um mit Diamanten besetzte Ohrringe, in deren Innenraum ein herzförmiger Diamant funkelt.

Auf bunte Steine setzt Cartier mit seiner Kollektion „Clash“. Nach ersten limitierten Auflagen unter anderem mit Korallen, zeigt sich die neue Kollektion mit türkisfarbenem Amazonit, in Kombination mit Roségold. Was mit Picots, eckigen Nägeln und Kugeln recht exzentrisch anmutet, fühlt sich allerdings sanft beim berühren des Schmuckstücks an.

Gliederketten feiern in dieser Saison ebenfalls ein Comeback. Auch hier greifen Juwelier- und Modehäuser auf ihre Traditionen zurück. Chanel hat zum ersten Mal eine 45 teilige Juwelierkollektion dem „Tweed“ gewidmet, den Stoff, den jeder mit dem Modehaus verbindet. Die Umsetzung eines weichen Stoffes in Schmuck war eine Herausforderung für die Juweliere. Die Goldschmiede haben hierzu die Goldmaschen-Technik entwickelt, die die Webstruktur des Stoffes aufgegriffen hat. In den Schmuckstücken sind Diamanten, Perlen und Saphire auf verschiedenen Ebenen verarbeitet, die den Ketten, Armbändern und Ringen die Tweed-Stoffstruktur geben.

„Serpent Bohème“ gehört zu den Klassikern bei Boucheron. Die Kollektion wurde neu aufgelegt und neben Ringen und Ketten besonders das Armband mit der Pompon Kollektion zu einem absolut eleganten Teil verbunden. Das typische Tropfenmotiv findet sich in dem blauen Lapislazuli und in den Diamantenteilen wieder. Sie wurden mit einer gedrehten Kette verbunden, die in den beiden Pompons zusammenläuft.

Nachhaltigkeit ist nicht nur mit Umweltinitiativen verbunden. Auch die Schmuckindustrie setzt auf nachhaltige Produkte. Bereits 2013 schlug Chopard den Weg zu nachhaltigem Luxus ein. Neuestes Projekt des Schweizer Juweliers ist der Ankauf von Gold direkt bei den kolumbianischen Minenarbeitern. Daraus entstehen Kollektionen wie unter anderem „Happy Spirit“, mit einem mobilen Diamanten in den einzelnen Schmuckstücken.

Bvlgari hat die rockige „B Zero1“- Kollektion aufgelegt, die sich an der kreisrunden Form des Kolosseums in Rom inspiriert. Spiralförmige Linien treffen auf kantige, geometrische Nieten. Keramik-Elemente werden mit Gold verbunden, hinzu kommen verschiedene Modelle mit Diamantenkombinationen.

In die Geheimnisse des Mondes entführt Pasquale Bruni mit der Kollektion „Segreti di Luna“. Hier zieren Mondsteine, Diamanten und blaue Topaze die Ringe, Ketten und Ohrringe aus Roségold.

Eine Hommage an die 70er Jahre präsentiert das Juwelierhaus Bigli mit der Kollektion „Nicki“. Die bunten Steine sind wie immer der Mittelpunkt der Schmuckstücke. Das Design der Ringe erhielt einen neuen Look.

Christian Dior bringt Couture und Juwelierkunst in einer Tasche zusammen. Die Satin-Clutch trägt ein Schmuckstück der „Rose Dior Bagatelle“-Kollektion als Verschluss. Die Rose besteht aus Diamanten und je nach Taschenfarbe, Smaragden, Saphiren oder anderen Farbsteinen.