LUXEMBURG
LJ MIT „FONDATION CANCER“

„Fondation Cancer“ fordert Erhöhung der Steuern auf Tabakprodukte

Am heutigen 31. Mai wird der Weltnichtrauchertag begangen. Anlässlich dieses Tages appelliert die „Fondation Cancer“ an die Regierung, die Steuern auf Tabakprodukte deutlich anzuheben. Studien im Ausland haben belegt, so die „Fondation Cancer“, dass höhere Steuern die wirksamste Präventionsmethode sind, um vor allen Dingen Jugendliche vom Rauchen abzuhalten.

Tabakkonsum kostet jedes Jahr fast sechs Millionen Menschen das Leben. „Es könnten bis 2030 acht Millionen Opfer pro Jahr werden, wenn wir nicht umgehend handeln“, sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie fordert darum im Rahmen des Weltnichtrauchertages 2014 die Regierungen rund um den Globus auf, die Steuern auf Tabakprodukte zu erhöhen. Aus internationalen Studien weiß man, dass eine Preiserhöhung zu einem deutlichen Nachfragerückgang führt, bei Jugendlichen bis zu 13%.

Ein „eher unpopuläresPräventionsinstrument“

Die „Fondation Cancer“ schließt sich den Forderungen der WHO an und drängt auf eine deutliche Erhöhung der Abgaben. „Mit dem Werbeverbot einerseits und dem Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Cafés und Diskotheken andererseits ist bereits viel getan worden. Nun ist es an der Zeit, dass die politisch Verantwortlichen zusätzlich ein bisher eher unpopuläres Präventionsinstrument angehen“, hält Lucienne Thommes, Ärztin bei der „Fondation Cancer“, fest.

Vor allem bei Jugendlichen als preissensibler sozialer Gruppe zeigen spürbare Preiserhöhungen Wirkung, wie beispielsweise eine im Februar 2014 veröffentlichte Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) belegt. In der Zeit zwischen 2001 bis 2005 erhöhten sich die Steuern pro Zigarette in Deutschland laut dem Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. um über 60%. Die Studie des DKFZ ergab, dass die Zahl der zwölf- bis 17-jährigen Raucher in der gleichen Zeit von 27,5% auf 20% sank. „Dies ist in Anbetracht der Ergebnisse unserer TNS ILRES-Umfrage vom vergangenen Jahr umso interessanter, die deutlich machte, dass in Luxemburg vor allem bei den unter 18-Jährigen die Zahl der Raucher zunimmt“, erklärt Lucienne Thommes. Unter den 15- bis 17-Jährigen sind es derzeit 22%. Die „Fondation Cancer“ hofft demnach, dass die hiesige Regierung bereits sehr bald eine spürbare Erhöhung der Tabaksteuer in Erwägung zieht, um möglichst viele Jugendliche und auch Erwachsene vor der Sucht und ihren gesundheitlichen Konsequenzen zu bewahren. Wer Unterstützung beim Rauch-Stopp benötigt, kann sich beim Service „Tabac-Stop“ der „Fondation Cancer“ melden (Tel. 45 30 331) oder unter www.info-tabac.lu informieren.