ESCH-BELVAL
NICO PLEIMLING

Das „Scienteens Lab“ empfängt seit Oktober 2013 monatlich zwei bis drei Schulklassen

Dr. Elisabeth John ist im September 2009 als Doktorandin zur Universität in Luxemburg gekommen. Vor zwei Jahren hat sie im Herbst das Pilotprojekt des Schülerlabors „Scienteens Lab“ gestartet: „Es handelt sich um ein wissenschaftliches Labor, in dem Schüler praktische Erfahrungen im biomedizinischen Bereich sammeln können. Während des Pilotprojekts haben wir den Schülern einen Fragebogen gegeben, damit sie uns mitteilen, was ihnen am Projekt gefällt und an welchen Aspekten noch gefeilt werden muss.“

Drei Kurse an einem Tag

Das Interesse bei Schülern und Lehrern war von Anfang an groß, einige Schüler waren sogar schon zwei Mal im „Luxembourg Centre for Systems Biomedicine“ LCSB in Belval dabei: „Wir empfangen jeden Monat zwei bis drei Schulklassen mit Schülern von 15 bis 19 Jahren. Die Klassen kommen aus verschiedenen Schulen aus dem ganzen Land für einen Tag zu uns und nehmen in der Regel an drei Schnupperkursen teil. Gegen 9.00 geht es los mit einer Einleitung, anschließend stehen Kurse auf dem Programm, um 12.00 geht es in die wohlverdiente Mittagspause und nach einer Abschlussbesprechung geht der Aufenthalt bei uns zu Ende. Dieses Programm kann aber, je nach den Bedürfnissen der Klasse, angepasst werden.“

Repertoire wird ausgebaut

Die Schüler werden in der Regel in zwei bis drei Gruppen für die Kurse eingeteilt und arbeiten dann im Rotationsverfahren. Bislang sind insgesamt fünf verschiedene Mini-Lehrgänge im Repertoire, welches aber in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll: „Wir verschaffen den Schülern in den Kursen einen praxisnahen Eindruck von der biomedizinischen Forschung in den Bereichen Molekularbiologie, Mikroskopie, Zellkultur; Bio-Informatik und RNA-Isolierung. Unser Ziel ist, einen Einblick zu geben, was Forscher machen, was sie erforschen und wer diese Menschen eigentlich sind.“

Über die verändernde Wissenschafts-landschaft in Luxemburg informieren

Natürlich geht es auch darum, junge Menschen zu motivieren, Wissenschaften zu studieren. Mittels des „Scienteens Lab“ wird den potenziellen Nachwuchsforschern eine Hilfestellung sowie eine Entscheidungshilfe gegeben: „Es geht uns auch darum, über die sich verändernde Wissenschaftslandschaft in Luxemburg zu informieren, die momentan im Bereich Biomedizin stark wächst.“, erklärt Dr. Elisabeth John, die das Projekt derzeit praktisch alleine auf ihren Schultern trägt: „Ich kümmere mich unter anderem um die administrative Arbeit, übernehme die Kontaktaufnahme mit Lehrern, begleite die Kurse, gebe selber Kurse und ich besuche Schulen zu Informationszwecken.“

Ab 2015 werden die Kurse noch intensiver gestaltet, indem längere Kurse angeboten werden. Dies ist möglich, da das „Scienteens Lab“ gegen Ende des Jahres auf ein ganzes Stockwerk verteilt wird. Das Projekt wird drei Jahre lang von der „Fondation Veuve Émile Metz-Tesch“ unterstützt


www.uni.lu/lcsb/education