ESCH-ALZETTE
GASTON FREYMANN

„Brevet de technicien supérieur“ in den Informations- und Kommunikationstechnologien

Weltweit (und auch in Luxemburg) gilt der Bereich der Informations- und Kom-munikationstechnologien (ITK) zweifellos als einer der dynamischsten Zweige unserer Wirtschaft. Neue Arbeitsmethoden, Interaktivität stellen besonders für junge Leute Herausforderungen mit einer großen Auswahl an Berufsaussichten dar, sei es in Telekommunikationsbetrieben und bei Internetdienstleistern, Firmen oder Behörden, die ihre eigenes Informations- und Kommunikationssystem verwalten, IT-Dienstleistungsunternehmen, Telefon-Installateure oder Vertriebsgesellschaften im Multimedia-Bereich.

Der Ausbau und die gezielte Förderung des IKT-Sektors sind seit Jahren fester Bestandteil der ökonomischen Diversifizierungspolitik des Großherzogtums, was auch erklärt, dass die jetzige Regierung wie ihre Vorgängerin in ihren Programmen diesem Wirtschaftszweig eine besondere Bedeutung beimessen, hieß es gestern bei einer Pressekonferenz, zu der die Schulleitung des „Lycée Technique“ Esch (LTE) eingeladen hatte.

Im LTE besteht seit zwei Jahren die Möglichkeit, nach gelungenem Abschluss im klassischen oder technischen Sekundar-Unterricht, einer zweijährigen postsekundären BTS-Formation („Brevet de technicien supérieur“) im Bereich „Réseaux de télécommunication“, einem so genannten BAC +2, nachzugehen.

Programme mit Akteurenaus dem IT-Bereich ausgearbeitet

Wie Schulleiter Patrick Straus unterstrich, handelt es sich beim „BTS-Réseau Télécommunication“ um einen praxisnahen Ausbildungsweg, der Brücken zwischen theoretischer Fachkompetenz und den konkreten Bedürfnissen der Berufswelt schlagen soll. Die Lernfelder setzen sich zusammen aus Kommunikation und Organisation, Grundlagen der Elektro- und Übertragungstechnik, der digitalen Elektronik und Informatik, sowie den Bereichen Netzwerke und Telekommunikation.

Bei den Programmen, die mit den Akteuren der ICT-Welt ausgearbeitet wurden, wird besonders viel Wert auf Praxis und Praktikum in den jeweiligen Betrieben gelegt. So stehen nach dem zweiten und vierten Semester jeweils eine Praktikums-Phase zu sechs Wochen auf dem Programm. So kommt es vor, dass Praktikanten nach erfolgreichem Schulabschluss eine Arbeitsstelle in dem jeweiligen Betrieb finden, wie Joao Dos Santos, der bei der Post eine Stelle mit attraktivem Gehalt gefunden hat, zu berichten wusste..

Allerdings bedauerte Patrick Straus, dass es keine Einschreibungen für das laufende Schuljahr zu verzeichnen gab. Dies war für ihn und die verschiedenen Partner der Anlass, diese Pressekonferenz einzuberufen und auf diese interessante Berufsausbildung mit erheblichem Potenzial hinzuweisen.