LUXEMBURG
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Langjähriger DP-Politiker Carlo Meintz im Alter von 84 Jahren verstorben

Heute erreichte uns die traurige Nachricht, dass der DP-Politiker Carlo Meintz im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

Der in Lintgen geborene Meintz war insgesamt 22 Jahre lang Bürgermeister von Walferdingen, nämlich von 1967 bis 1987 sowie von 2000 bis 2002. In dieser Zeit entwickelte sich Walferdingen zu einer modernen und attraktiven Gemeinde. In der Ära Carlo Meintz entstanden unter anderem die neue Sporthalle, das Kulturzentrum „Centre Prince Henri“, das Pidal-Schwimmbad sowie die neue Gemeinde.

In der Abgeordnetenkammer, deren Vizepräsident er von 1984 bis 1994 war, setzte sich Carlo Meintz 24 Jahre lang (von 1974 bis 1998) für die Belange des Landes ein. Von 1980 bis 1984 hatte er den Fraktionsvorsitz der DP im Parlament inne, und von 1974 bis 1979 gehörte Carlo Meintz auch dem Europaparlament an.

Nach seinem Rücktritt aus der Abgeordnetenkammer wurde er am 11. Februar 1998 Mitglied des Staatsrats, dem er bis zum 5. Mai 2005 abgehörte.

Als gelernter Studienrat hat Carlo Meintz im Unterrichtsministerium gearbeitet, wo er unter anderem die „Orientation scolaire“ aufgebaut hat. Auch gab er Psychologie-Kurse an der Universität Luxemburg. Carlo Meintz gehörte auch lange Jahre dem Verwaltungsrat des „Lëtzebuerger Journal“ an, und war von 1986 bis 1996 Präsident des Zentralrats der Luxemburger Jugendherbergen.

In seiner Jugend war Meintz ein begeisterter Basketballspieler; im Jahre 1990 wurde er Präsident des Luxemburger Basketverbandes.

Der frühere Bürgermeister von Walferdingen, Kulturstaatssekretär Guy Arendt, bezeichnete Carlo Meintz als „engagierten und bürgernahen Politiker“. Der Verstorbene sei ein jovialer Mensch gewesen, der immer für seine Mitbürger in seiner Gemeinde da gewesen sei. Mit Carlo Meintz verliere Walferdingen „eine große Persönlichkeit“.

DP-Präsidentin Corinne Cahen sprach ihrerseits von einem „verdienten und kompetenten Menschen“, der sich um seine Gemeinde und seine Familie verdient gemacht habe.

Seiner Familie und seinen Freunden möchte die „Journal“-Redaktion und die Direktion an dieser Stelle ihr herzliches Beileid ausdrücken.